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Start der Bodenschutzkalkung für sächsische Wälder

Start der Bodenschutzkalkung für sächsische Wälder

Forstminister Frank Kupfer hat am 14. Juli 2011 im Forstrevier Falkenau (Landkreis Mittelsachsen) die diesjährige Bodenschutzkalkung für Waldböden in Sachsen offiziell eröffnet. Flugzeuge und Hubschrauber werden bis zum Ende des Jahres auf 12 835 Hektar Wald insgesamt 47 000 Tonnen dolomitischen Kalk ausbringen. Zielobjekte der Kalkung sind Wälder der Mittelgebirgslagen im Vogtland, im Erzgebirge und in der Lausitz. „Wir investieren in diesem Jahr erneut 2,7 Millionen Euro in die Bodenschutzkalkung und wirken damit einer weiteren Versauerung der Waldböden im Mittelgebirge entgegen“, so Kupfer. „Zwar ist es uns in den letzten 20 Jahren gelungen, die Säureeinträge stark zu reduzieren. Dennoch wirkt die Luftbelastung der letzten hundert Jahre in den Böden nach.“
Die Bodenschutzkalkung ist eine Investition in die Zukunft. Durch die Kompensation der Säureeinträge werden Voraussetzungen für stabile, gesunde und leistungsfähige Mischwälder und damit für den Waldumbau im Mittelgebirge geschaffen. Aufgrund des anhaltend sauren Bodenmilieus führt die Kalkung zu einer Verbesserung der Nährstoffverfügbarkeit im Oberboden und dient damit anspruchsvollen Baumarten wie Weißtanne, Rotbuche oder Bergahorn als wesentliche Wachstumsbasis.
In diesem Jahr werden unter fachlicher und organisatorischer Federführung des Kompetenzzentrums Wald und Forstwirtschaft des Staatsbetriebs Sachsenforst 4 928 Hektar im Privat- und Körperschaftswald und 7 907 Hektar im sächsischen Staatswald gekalkt. Je Hektar verteilen die Hubschrauber und Flugzeuge zwischen 3,5 und 4,5 Tonnen Kalk.
Die Bodenschutzkalkung wird sowohl für den Privat- und Körperschaftswald als auch für den Landeswald aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum für den Freistaat Sachsen 2007 bis 2013 (EPLR) und aus Landeshaushaltsmitteln finanziert.
 
SMUL

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