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Starker Rohstoffkostenanstieg bei MM Karton drückt auf Quartals-Ergebnis

Die Mayr-Melnhof Gruppe konnte im ersten Quartal 2017 die Kapazitäten beider Divisionen (MM Karton, MM Packaging) insgesamt gut auslasten und das Umsatzniveau des Vorjahres behaupten. Dies gelang trotz verhaltener Nachfrage am Beginn des Jahres und anhaltend hoher Wettbewerbsintensität.
Die Packagingdivision verzeichnete ein weiteres Quartal mit hoher Ertragskraft. Demgegenüber war das Ergebnis der Kartondivision durch einen erneuten Anstieg der Altpapierpreise belastet. Entsprechend ist die Weitergabe der gestiegenen Inputkosten über höhere Verkaufspreise nun erste Priorität, mit dem Ziel, das langfristige Ertragsniveau in beiden Segmenten fortzusetzen.
Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns stiegen im ersten Quartal 2017 auf 584,5 Mio. € und lagen damit um 1,5 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Diese leichte Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Packagingdivision. Das betriebliche Ergebnis lag mit 50,6 Mio. € um 8,3 % bzw. 4,6 Mio. € unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Einer stabilen Performance auf hohem Niveau in der Packagingdivision stand ein Rückgang in der Kartondivision gegenüber.
Die Operating Margin des Konzerns erreichte 8,7 % nach 9,6 % in den ersten drei Monaten des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 49,2 Mio. € (erste Quartal 2016: 53,2 Mio. €).
Ausblick
Die Weitergabe der erhöhten Rohstoffkosten in einem stabilen aber impulslosen europäischen Marktumfeld ist aktuell für Mayr-Melnhof erste Priorität. Anhaltend wettbewerbsintensive Rahmenbedingungen halten die Margen weiter unter Druck. Dem werden gezielte Maßnahmen zur Kostensenkung und Entwicklung von neuem Geschäftsvolumen entgegengesetzt.
Mayr-Melnhof/Red.

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