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Wechsel in Bodenwöhr

Dr. Michael Kutscher ist seit dem 1. August neuer Leiter der Forsttechnik BaySF in Bodenwöhr. Der 41-Jährige löst Bruno Starke ab, der dem Forstmaschinenbetrieb der Bayerischen Staatsforsten seit 2010 vorstand und nun den Ruhestand antritt. Der Vorstandsvorsitzende der BaySF, Martin Neumeier, hat am 31. Juli den Einen feierlich verabschiedet und den Anderen herzlich in seinem neuen Amt begrüßt. Neumeyer bedankte sich bei Starke dafür, dass er einen so leistungsfähigen Vorzeigebetrieb hinterlassen hat. Er führte dies auch auf seine „leidenschaftliche Affinität“ zur Forsttechnik zurück, die Starke schon gefangen nahm, als er 1983 nach dem Referendariat an die Oberforstdirektion Regensburg kam. Sein damaliger Chef setzte ihn angesichts der damals noch üblichen, regellosen Befahrung der Bestände als Erstes auf das Thema bodenschonende Forsttechnik an.

Die Technik begleitete Starke durch einen Großteil seiner weiteren Laufbahn, die ihn 1988 als stellvertretenden Forstamtsleiter nach Bodenwöhr führte. Dort war er unter anderem für den Unternehmereinsatz zuständig und trieb die Verwendung von Niederdruckbreitreifen ebenso voran, wie den konsquenten Einsatz des R2-Gerätes bei der Wegepflege. 1993 übernahm Starke die Leitung des staatlichen Sägewerks Spiegelau und betreute nach dessen Schließung von 2000 bis 2005 das Inspektionsgebiet Ost der Forstdirektion Niederbayern/Oberpfalz, ehe er 2005 mit der Gründung der BaySF zur Forsttechnik zurückkehrte. Zunächst in der Zentrale in Regensburg und ab 2010 als Leiter der Forsttechnik BaySF erneut in Bodenwöhr. Dort setzte er ab 2011 ein neues Technikkonzept durch, baute die Radmaschinen ab und kaufte Raupenharvester für die Stehendentnahme über der Verjüngung und am Hang. Unumstritten waren seine Initiativen nicht immer. Das zeigt beispielsweise das Bodenschutzkonzept, mit dem die BaySF Radlasten begrenzen und einen angepassten Reifenfülldruck durchsetzen wollten. Die Einführung von Luftdruckventilen scheiterte auch am Protest der Forstunternehmer.

Diese kurze Auflistung erklärt, warum Dr. Kutscher in seiner Einführungsrede von großen Fußstapfen sprach, in die er nun tritt. Er war von 2008 bis 2011 stellvertretender Leiter am BaySF-Forstbetrieb Nürnberg und schrieb zuvor an der TU München seine Dissertation über die Verjüngung von Fichtenreinbeständen in den Alpen mittels Saat. Das hört sich nicht unbedingt nach Technik an, einen Hang zur Waldarbeit bringt der Sohn des früheren Leiters der Waldarbeitsschule Buchenbühl aber mit, schließlich war er auch Arbeitslehrer an der Waldbauernschule Goldberg. Sein Vorgesetzter ist anders als bei Starke übrigens nicht mehr der Vorstandsvorsitzende Neumeyer, sondern Martin Müller an der BaySF-Zentrale in Regensburg, der nun neben der Logistik auch für die Forsttechnik BaySF verantwortlich ist.

Oliver Gabriel

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