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Stammholzpreise in Europa

Die Stammholzpreise in Europa sanken in den beiden zurückliegenden Jahren im weltweiten Vergleich am stärksten. Im 3. Quartal 2016 sank der europäische Stammholz-Preisindex (ESPI) im Vergleich zum Vorquartal leicht um 0,5 % auf 83,40 €/Fm. Schon in den vergangenen Jahren tendierte der ESPI rückläufig und fiel im Jahr 2016 auf dem niedrigsten Stand seit 2010.
Ein Großteil des jüngsten Rückgangs ist auf eine regional geringere Nachfrage nach Holz zurückzuführen, was in der Regel auch niedrigere Holzpreise sowohl auf dem Inlandsmarkt als auch auf dem Exportmarkt zur Folge hatte. Trotz dieses Rückgangs liegt der aktuelle Preisindex immer noch 10 % über dem Durchschnitt des Zeitraums 1999 bis 2011.
Der stärkste Rückgang war dabei in Finnland, Norwegen, Polen, Österreich und Estland zu beobachten, alles Länder, die zu den bedeutendsten Exporteuren von Nadelrund- und -schnittholz weltweit gehören.
Die geringere Nachfrage in Europa hat auch zu einem Rückgang der Handelsvolumina geführt. Die gesamte im Jahr 2016 gehandelte Holzmenge an Nadelrundholz ist im Vergleich zum Vorjahr um schätzungsweise 12 % gesunken. Das wären die geringsten Handelsvolumina seit der weltweiten Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009. Die größten Rückgänge im Jahr 2016 verzeichneten die Exporte aus Norwegen, Frankreich, der Ukraine und Lettland.
HMI/Quelle: WRI

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