ABO
Stabile Preise bei Wertholzsubmission Northeim

Stabile Preise bei Wertholzsubmission Northeim

Am 11. Januar 2012 fand die Gebotseröffnung der 21. Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission Northeim statt. Auf drei zentralen Lagerplätzen wurde Holz aus dem Privatwald sowie aus den niedersächsischen Landesforsten angeboten. Das Angebot war mit 3.607 Fm etwas geringer als im Vorjahr. Die beiden bestimmenden Holzarten der Submission waren Esche und Eiche zu etwa gleichen Teilen.
Die Ergebnisse
Es haben insgesamt 45 Kunden (Vorjahr 48) die 1.083 Lose (Vorjahr 1.225) beboten, 1.069 Lose erhielten einen Zuschlag. Aus dem Ausland beteiligten sich Firmen aus Polen, Dänemark und Tschechien. Es wurden insgesamt 6275 Gebote (Vorjahr 9078) abgegeben, je Los 5,9 (Vorjahr 7,5). 14 Lose mit insgesamt 28 Fm erhielten keinen Zuschlag. Der Gesamtumsatz lag bei 1.071.821 € (Vorjahr 1.176.751), was über alle Holzarten einem durchschnittlichen Erlös von 299,- €/Fm (Vorjahr 311,- €/Fm) entspricht.
Eiche
Die Eichenmenge war mit 1.524 Fm etwas höher als im Vorjahr (1413 Fm). Bis auf 3 Lose in wurden alle Lose beboten. Der Durchschnittspreis sank qualitätsbedingt im Vergleich zum Vorjahr um 8 % von 464,- €/Fm auf 425,- €/Fm. Die Anzahl der Gebote pro Los ist bei der Eiche im Schnitt der gesamten Submission von 7,6 auf 6,6 gesunken. Den höchsten Eichenpreis pro Fm erreichte 1 Los mit 1.358,-€/Fm (Vorjahr 1169,-€/Fm).
Esche
Die anhaltend hohe Nachfrage nach Esche zu Beginn der Laubholzsaison ließ für die Submission ein großes Interesse und gute Preise erwarten. In diesem Jahr hat der Waldbesitz mit 1.515 Fm Vorjahr (1948 Fm) auf der Submission geringfügig weniger Esche als Eiche angeboten. Die Eschenpreise blieben auf einem hohen Niveau, aber die Vielzahl der Gebote über 300,-€/Fm aus dem letzten Jahr blieb aus. So ergab sich ein nahezu gleich gebliebener Durchschnittspreis, von 215,-€/Fm (Vorjahr 218,-€/Fm) Die teuerste Esche erbrachte 561,- €/Fm Vorjahr (439,-€/Fm).
Bergahorn und Spitzahorn
Aufgrund deutlicher Marktsignale zu Beginn der Saison wurde wie im Vorjahr das Angebot an Bergahorn mit 57 Fm gering gehalten. Ein Los wurde nicht beboten. Der Durchschnittspreis für diese Holzart liegt bei 666,- €/Fm Vorjahr (342,-€/Fm). Aus dem Durchschnittspreis können wegen des geringen Angebots im Vorjahr keine Rückschlüsse auf den Markttrend gezogen werden. Der teuerste Ahorn erzielte 730,- €/Fm. Er stammt aus dem Forstamt Münden. Von angebotenen 9 Fm Spitzahorn wurden 5 verkauft, der Durchschnittspreis war 152,-€/Fm, der Spitzenpreis 189,-€/Fm.
Kirsche und Elsbeere
Auch bei der Kirsche wurden marktbedingt mit 27 Fm (Vorjahr 47 Fm) nur geringe Mengen angeboten. Während bessere Kirschenlose gut beboten wurden, blieben 7 Lose ohne Gebot. Die beste Kirsche erbrachte einen Preis je Fm von 320 €. 4 Fm Elsbeere wurden mit durchschnittlich 344,-€/Fm verkauft.
Lärche, Douglasie
Auf dem Lagerplatz in Vogelbeck wurden 254 Fm Lärche angeboten, die einen Durchschnittspreis von 167 €/Fm erzielten. 147 Fm Douglasie wurden zu einem Durchschnittspreis von 186 €/Fm zugeschlagen. Beide Holzarten erreichten damit ungefähr die Vorjahresergebnisse
Gesamtbewertung
Die Einschätzung des Laubholzmarktes war in diesem Jahr schwierig, weil einerseits die Nachfrage besonders nach Eiche und Esche sehr lebhaft und stabil auch im Vergleich zu dem sehr guten Vorjahr war. Andererseits war nicht voraussehbar, wie sich die allgemeine Unsicherheit der wirtschaftlichen Situation auf die Nachfrage und die Preisgestaltung auswirken würde.
Es hat sich aber doch die Stabilität der Mengennachfrage und auch des Preisniveaus bestätigt. Der Durchschnittspreis für die gesamte Submission ist um knapp 4% gesunken. Hierfür ist die Ursache eher der Nadelholzanteil sowie der Anteil sonstiger Holzarten wie Hainbuche, Birke, oder Erle, als ein grundsätzliches Sinken der Preise für die Hauptholzarten. Der Waldbesitz ist auch in diesem Jahr sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Submission.
Niedersächsische Landesforsten

Auch interessant

von