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Vertragsunterzeichnung zum Kommunalwald in München am 9. Dezember (v. l.): Städtetagspräsident Dr. Ulrich Maly

Bayern: Neuer Pakt für den Kommunalwald

Der Freistaat wird die bayerischen Kommunen auch künftig besonders unterstützen, damit sie ihre Wälder vorbildlich bewirtschaften können. Zum Abschluss des „Internationalen Jahres der Wälder“ haben Staatsregierung, Städtetag und Gemeindetag dazu einen neuen „Pakt für den Kommunalwald“ geschlossen, der die entsprechenden Rahmenbedingungen vorgibt. Ministerpräsident Horst Seehofer, Forstminister Helmut Brunner, Gemeindetagspräsident Dr. Uwe Brandl und Städtetagspräsident Dr. Ulrich Maly unterzeichneten am 9. Dezember die Vereinbarung bei einem Treffen in München. „Die Wahrung der öffentlichen Interessen und des Allgemeinwohls hat in den Wäldern der öffentlichen Hand ein besonderes Gewicht“, sagte Brunner. Der Waldpakt trage diesen zusätzlichen Anforderungen Rechnung. Er unterstreiche zudem den hohen Stellenwert, den Staat und Kommunen einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung mit den drei gleichberechtigten Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales beimessen.
Die rund 2 200 kommunalen Waldbesitzer im Freistaat sind gesetzlich verpflichtet, ihre rund 277 000 Hektar Wald, das sind zehn Prozent der bayerischen Wald- bzw. vier Prozent der Landesfläche, vorbildlich zu bewirtschaften. Sie können das wie bisher entweder durch eigenes Personal, durch Dritte oder im Rahmen der personellen Möglichkeiten durch die Forstbehörden durchführen lassen. Der neue Pakt, der die Vorgängervereinbarung aus dem Jahr 2004 ersetzt, schließt eine „Regelungslücke“, indem er Kommunen, die die Waldbewirtschaftung nicht den staatlichen Behörden übertragen, über eine Festbetragsfinanzierung gleichstellt. 
StMELF

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