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Spitzenpreis für Bergahorn bei Submission in Waging am See

Spitzenpreis für Bergahorn bei Submission in Waging am See

Die „Braut“ – so wird traditionell der teuerste Stamm bezeichnet – der diesjährigen Wertholzsubmission in Waging ist ein Bergahorn, der aus dem Revier Isen des Forstbetriebs Wasserburg am Inn der Bayerischen Staatsforsten AöR stammt. Der wertvolle Bergahorn aus dem Staatswald wurde für insgesamt 12.306 Euro verkauft. Ein Furnier- und Edelholzspezialist erhielt mit 6.676 Euro pro Festmeter (ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter reiner Holzmasse) den Zuschlag für das Erdstammstück von sechs Metern Länge und 1,53 Festmetern Volumen – das mit Abstand höchste Gebot der Versteigerung. Auf den oberen Teil des Ahornstammes mit einer Länge von fünf Metern wurde immer noch 2.051 Euro pro Festmeter geboten. Der Grund für diese enorm hohen Gebote ist die seltene Wuchsform dieses Ahorns, die sogenannte Riegelung. Der daraus resultierende wellige Wuchs ergibt ein spezielles Muster, das besonders für die Herstellung von Furnieren sehr begehrt ist. Rund 1.500 Quadratmeter Furnier können aus so einem Stamm hergestellt werden.
Der zuständige Revierleiter Lothar Klöffer freut sich über das Ergebnis und stellt fest: „Es ist schön zu sehen, dass die Pflege von Laubbäumen zu so befriedigenden wirtschaftlichen Ergebnissen führen kann.“ Bereits vor zwei Jahren konnte er bei der Submission hohe Preise mit einem Riegelahorn erzielen. Die damals verarbeiteten Holzfurniere fahren heute als Täfelung in einer Luxusyacht über die Weltmeere.
Auch wenn der mit dem Riegelahorn erzielte Spitzenpreis die Ausnahme bildet, zeigen die bezahlten Beträge der Submission, dass mit Laubholz gute Preise erzielt werden können. Der im Zeichen des Klimawandels vorangetriebene Waldumbau von reinen Nadelholzbeständen in stabile naturnahe Mischbestände und die Pflege solcher Wälder ist daher auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll. Beleg hierfür sind die durchwegs guten Preise, die für Hölzer der verschiedensten Baumarten erzielt wurden.
Nicht nur mit der jährlich wachsenden Resonanz, sondern vor allem auch mit den erzielten Ergebnissen zeigten sich die Veranstalter der Versteigerung, der Forstbetrieb Ruhpolding der Bayerischen Staatsforsten AöR und die Waldbesitzervereinigungen Traunstein und Laufen- Berchtesgaden mehr als zufrieden. Auf der Südostbayern Submission wurden dieses Jahr rund 380 Festmeter bester Laub- und Nadelhölzer zum Meistgebotstermin angeboten. Nahezu alle der angebotenen Stämme fanden einen Abnehmer, wobei der durchschnittliche Preis pro Festmeter bei rund 354 Euro lag. Das angebotene Holz stammte aus verschiedenen Waldbesitzarten des südostbayerischen Raumes.
 
BaySf

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