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Spanner gehen Förster auf den Leim

Spanner gehen Förster auf den Leim

Trockenheit, gefräßige Raupen und zusätzlicher Befall durch Mehltau hat den Eichen in den letzten Jahren immer wieder das Leben erschwert. Insbesondere die Insekten der so genannten Eichenfraßgesellschaft haben Eichen zum Fressen gern. Die gefräßige Gesellschaft, angeführt von Frostspanner und Eichenwickler, sind bei einem massenhaften Auftreten gefährliche Fraßinsekten für unsere heimischen Eichen. Besonders in der nördlichen Hälfte Niedersachsens sind die Eichen vom Hunger der nimmersatten Raupen stark betroffen. „Die Niedersächsischen Landesforsten beobachten die alljährlich wiederkehrende Situation mit Sorge, denn Kahlfraß führt bei unseren Eichen zu Vitalitätsverlusten. Die Eichenwälder sind ohnehin schon durch Trockenstress und Schadstoffeinträge belastet, der Kahlfraß kann im extremen Fall zum Absterben der betroffenen Bäume führen“, so Rainer Soyka, Leiter des Niedersächsischen Forstamtes Oerrel.
Um sich ein Bild über die Entwicklung der gefräßigen Spanner zu machen, werden ab Mitte Oktober Leimringe an die Borke einiger stehender Eichen ausgebracht. Die flügellosen Spannerweibchen krabbeln bei frostigen Temperaturen aus dem Boden in die Baumkronen, um dort die männlichen Artgenossen zu treffen. Beim Aufstieg zur Hochzeit gehen die Spanner den Forstleuten sprichwörtlich auf dem Leim – sie bleiben kleben und können dort gezählt werden. Die Prognosezahlen werden zentral bei der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) in Göttingen erfasst und ausgewertet. „Auf der Grundlage dieser und weiterer Überwachungsergebnisse werden die Landesforsten dann gemeinsam mit den Waldschutzexperten der Versuchsanstalt die weitere Strategie beraten“, berichtet Soyka.
NLF

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