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Sonderausstellung "Vom Werden des Waldes" eröffnet

Sonderausstellung „Vom Werden des Waldes“ eröffnet

Das Jahr 2011 wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Wälder erklärt. Ziel ist, das Bewusstsein und Wissen um die Erhaltung und nachhaltige Entwicklung aller Arten von Wäldern zum Nutzen heutiger und künftiger Generationen zu fördern. Dabei soll auf die besondere Bedeutung des Waldes und einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung auch im Rahmen der Bekämpfung der Armut hingewiesen werden.

Vor diesem Hintergrund hat sich das Deutsche Baumschulmuseum für die Saison 2011 selbst in einen Wald verwandelt: Am 1. Mai wurde die bis zum 31. Oktober laufende Ausstellung „Vom Werden des Waldes – unsere Wälder und die Baumschulen“ im Deutschen Baumschulmuseum (BSM) in Pinneberg eröffnet. Hildegard Lunau, Leiterin des BSM betonte: „Bei der Idee eine Ausstellung zum Internationalen Jahr der Wälder zu gestalten ist nach und nach der Traum entstanden, das Baumschulmuseum in einen Wald zu verwandeln – und dieser Traum ist in Erfüllung gegangen. Diese Ausstellung ist dem ganzen ehrenamtlichen Team des Baumschulmuseums zu verdanken, aber auch und vor allem Hans-Albrecht Hewicker, Forstdirektor i. R., der uns durch seine fachkundige Beratung und Mitwirkung unterstützt hat.“
Zahlreiche Besucher waren der Einladung gefolgt und wurden von Dr. Frank Schoppa,  Assessor des Forstdienstes, öbv Sachverständiger Baumschulen sowie Geschäftsführer im Landesverband Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. in eine Zeitreise der besonderen Art mitgenommen. In seinem Eröffnungsvortrag führte er durch die jüngere Geschichte des deutschen Waldes. Dabei sollte die Ge-schichte des Waldes, wie sie in der Ausstellung gezeigt wird, als Beispiel für den Umgang des Menschen mit natürlichen Ressourcen dienen, so Schoppa.
Die Ausstellung beginnt mit dem „Hölzernen Zeitalter“, das in Form einer alten Eiche dargestellt wird und die Übernutzung symbolisiert. So geht es weiter zur Forstwirtschaft, den Baumschulen, der Thematik des Waldsterbens, das in den 1980er Jahren zum umweltpolitischen Top-Thema wurde und findet sich in den Maßnahmen des Waldumbaus wieder. Die Ausstellung zeigt nicht nur, wie sehr sich die Nutzung des Waldes durch den Menschen im Laufe der Zeit verändert hat, sondern möchte auch verständlich machen, welche Bedeutung Baumschulen für die Zukunft der Wälder haben. Dabei gibt es Vieles zu entdecken und manchen Widerspruch zu lösen: Warum z. B. liegt die „Wiege des Waldes“ im waldärmsten Bundesland? Was verbindet 50 deutsche Pfennige mit der Wiederaufforstung des bundesdeutschen Waldes? Und was hat der Wald mit Wildnis zu tun? Diese Fragen werden beim Rundgang verständlich. Große Schautafeln verweisen hier auf den jeweiligen Themenabschnitt. Kleine Holztafeln dienen der näheren Beschreibung zu ausgestellten Exponaten und Sachverhalten.
Das Deutsche Baumschulmuseum
Ende März 2001 zieht das Baumschulmuseum um in seinen neuen Standort Pinneberg-Thesdorf. Dank der Unterstützung durch ansässige Betriebe lässt sich der Umzug innerhalb kurzer Zeit bewerkstelligen. Bereits im Mai 2001 findet die Einweihung der Halle in Pinneberg statt. Der Neubeginn bietet die Chance, die Ausstellung nach veränderten Schwerpunkten zu ordnen. Dem Aufbau der Geräte folgend wird die Entwicklung der Arbeitsmittel deutlich. Die Baumschularbeiten im Laufe eines Jahres lassen sich erkennen. Von der Vorbereitung des Bodens über das Säen und Pflanzen, die Pflege der Kulturen bis zum Versand ist alles anschaulich dargestellt. Außer den unmittelbar in den Betrieben benötigten Gerätschaften zeigt das Museum eine Ecke „Haus und Hof“ und verfügt über historische Büroeinrichtungsgegenstände sowie ein Archiv mit schriftlichen und bildlichen Zeugnissen aus der früheren Zeit. In den vergangenen Jahren haben  sich die Bestände im Deutschen Baumschulmuseum erheblich vergrößert.
Infos:
 
BdB

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