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Solling: Raupenbagger hilft Waldmoore renaturieren

Solling: Raupenbagger hilft Waldmoore renaturieren

Förster setzen ab sofort in den Waldmooren im Solling ein neuartiges Kettenfahrzeug als Baumtransporter ein: Der Elliator ist mit überbreiten Ketten ausgestattet. Sie verhindern das Einsinken im Moor. Die Niedersächsischen Forstämter Neuhaus und Dassel fällen Fichten und belassen nur Birken und Erlen im Moor. Der Elliator transportiert die Fichtenstämme auf festen Untergrund.
Ziel der Naturschutzarbeiten ist es, entwässerte Waldmoore im Solling zu renaturieren. „Mit dem Elliator können wir trockengelegte Moore endlich vom Fichtenwald befreien, ohne einen teuren Hubschrauber einzusetzen“, erklärt Naturschutzförster und Waldökologe Ulrich Schlette. Gemeinsam mit seinem Kollegen Kai Conrad will er weitere große Moorgebiete in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen. Die Maschine transportiert derzeit Fichtenbäume aus dem Moor Stummelborn in der Försterei Fürstenberg.
Die rund 3 ha große Fläche soll sich wieder zu einem Moorbirkenwald entwickeln. Die Arbeiten sind Teil eines umfassenden Pakets mit dem Ziel, die Waldmoore großflächig zu revitalisieren. Der Solling als Waldgebiet des Jahres ist bekannt für seine zahlreichen Moore.
Die Niedersächsischen Landesforsten haben in den vergangenen Jahren bereits das Mecklenbruch und das Heidelbeerbruch sowie das Torfmoor und die Teichwiesen erfolgreich renaturiert. Im März beginnen die Arbeiten im Kükenmoor. Dort werden ebenfalls Fichten gefällt und Entwässerungsgräben mit Sägespänen verfüllt. Das Hochmoor ist 7 ha groß und liegt im Forstamt Dassel nahe Silberborn. Die Sanierung wird etwa zwei Jahre dauern.
 
NLF

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