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Södra: Negatives Ergebnis im ersten Halbjahr 2012

Södra: Negatives Ergebnis im ersten Halbjahr 2012

Das Betriebsergebnis von Södra beläuft sich für das erste Halbjahr 2012 auf –203 Mio. SEK (2011: 577 Mio. SEK). Das Ergebnis nach finanziellen Erträgen und Aufwendungen beträgt –215 Mio. SEK (2011: 573 Mio. SEK). Die europäische Wirtschaftskrise hat alle für Södra und seine Hauptprodukte wichtigen Märkte erfasst und beunruhigt.

Zellstoffwerke. Die Produktion in den fünf Södra-Zellstoffwerken belief sich während des ersten Halbjahres 2012 auf 856.000 t (Vorjahreszeitraum ca. 1 Mio. t); ein Rückgang, der auf marktbedingte Stillstände in den Werken Södra Cell Tofte und Södra Cell Folla zurückzuführen ist.

Sägewerke. Ein schwacher Markt kombiniert mit hohen Rohstoffkosten belastet die Rentabilität der Sägewerke in Südschweden. Södra produzierte in diesem Halbjahr 720.000 m³ Schnittholzprodukte (Vorjahrzeitraum: 767.000 m³). Auch die Profitabilität von Södra Timber stand in dieser ersten Jahreshälfte unter großem Druck. Für den Rest des Jahres wird eine Normalisierung der Auslastung der Södra-Sägewerke erwartet. Die Fertigstellung des neuen Sägewerks in Värö ist im vollen Gange, hinkt jedoch dem Zeitplan etwas hinterher. Zusätzliche Maßnahmen sind erforderlich, insbesondere im Weiterveredelungsbereich, bevor die Produktion die geplante Quote erreichen kann. Weitere Investitionen wurden getätigt, um den geplanten Start des Werks mit voller Kapazität zu gewährleisten. Dies soll im zweiten Quartal 2013 erreicht werden.

Inneneinrichtungen. Die wirtschaftliche Rezession traf auch den Markt für Inneneinrichtungen. Während Södra Interiör seinen Marktanteil verteidigte, ist der Markt aufgrund bestehender wirtschaftlicher Unsicherheiten geschrumpft.

Forstwirtschaft. Aufgrund der Marktstillstände Södras Säge- und Zellstoffwerke zu Beginn des Jahres sanken die Holzmengen von Södra Skog um rund 10 % gegenüber 2011. Um die Vertragsrate zu erhöhen, wurde im Frühjahr eine lokale Marktprämie mit guten Ergebnissen eingeführt. Mit Ausnahme bestimmter Kurzfasersorten ist der Holzvorrat vor dem Herbst auf einem guten Niveau. Södra Skog startete im Frühjahr eine Kurzfaserinitiative, die die gesamte Wertschöpfungskette vom Forstwirtschaftstraining für Waldbesitzer bis zur Akquisition von Rundholz beinhaltet. Grund dafür ist ein leichtes Defizit an Birkenholz für die Säge- und Zellstoffwerke trotz gestiegener Mengen der Södra-Eigentümer.

Ausblick

„Wir rechnen damit, dass unsere Märkte im zweiten Halbjahr allmählich wieder stärker wachsen. Zusätzlich haben wir zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die unsere Ertragskraft weiter stärken werden. Als Ergebnis erwarten wir, dass sich die Auslastung unserer Zellstoff- und Sägewerke wieder normalisiert. Dennoch wird das Finanzergebnis für das gesamte Geschäftsjahr 2012 deutlich geringer ausfallen als in den letzten Jahren“, erläutert Gunilla Saltin, kommissarischer CEO von Södra und Präsidentin von Södra Cell.

Die Södra-Gruppe gehört mehr als 51.000 südschwedischen Waldbesitzern, beschäftigt 4.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2011 einen Jahresumsatz von etwa 18,2 Mrd. SEK (2 Mrd. EUR).
 

Södra

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