Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service

Södra eröffnete neues Sägewerk Värö

Am 3.10.2011 eröffnete die schwedische Wirtschaftsministerin Ewa Björling die neue Södra Timber Anlage. Södra Timber, eine Tochter der Södra Gruppe, hat 1 Mrd. SEK in das neue Sägewerk Värö investiert, das aus Deutschland hierher verlegt worden ist. Das neue Sägewerk ist eines der größten und modernsten in Europa – eine Investition, die die Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf Markt- und Rohstoffpositionierung steigern wird. Zudem werden mit dem Sägewerk neue Arbeitsplätze geschaffen, und zwar sowohl im Forst- als auch Transportsektor. Die Ersetzung des bestehenden Sägewerks in Värö führte zu einer Verdreifachung der Produktion mit einem Anstieg in Värö auf 750000 Kubikmeter.
 
Ziel des Projektes ist es, sicherzustellen, dass Södra auf dem Stand der Technik ist, um eine langfristige Rentabilität und eine Dividendenausschüttung für die Waldbesitzer zu gewährleisten. Zudem zeugt die Investition von Södras Ehrgeiz, ein internationaler Player in der Sägewerksindustrie zu werden. Der Markt bewegt sich in Richtung standardisierter Produkte, was zum Teil mit der Produktion sehr großer Mengen verbunden ist. Um auf lange Sicht wettbewerbsfähig zu sein, benötigt Södra daher ein Sägewerk in dieser Größenordnung.
 
Kurze Bauphase
 
Die Entscheidung, ein Sägewerk zu bauen, fiel im März 2010 und wurde durch den Kauf der Maschinen und des Inventars der Sägewerksanlage des deutschen Unternehmens Klausner in Adelebsen realisiert. Das Sägewerk war zu diesem Zeitpunkt nicht länger als ein Jahr in Betrieb gewesen. Im Rahmen dieser Kooperation hat Klausner sowohl die Demontage, den Umzug, die Konstruktion der Anlage als auch die Schulung des Personals übernommen. Die Gebäude sind überwiegend neu und der Bau des Sägewerks begann im September letzten Jahres. Am 19. Mai wurde der erste Baumstamm durch die Sortieranlage geführt; die ersten Sägearbeiten folgten um Mittsommer. Während der Bauzeit lief die Produktion im alten Sägewerk, das inzwischen 40 Jahre alt ist, weiter. Die Zielsetzung des neuen Sägewerks ist es, im Dreischichtbetrieb 750000 Kubikmeter zu produzieren. Die Produktion konzentriert sich dabei auf Bauholz von Fichte und Kiefer.
 
Einzigartige Möglichkeiten
 
Einen besonderen Vorteil bietet die Lage des neuen Sägewerks neben Södras Zellstoffwerk, so werden sehr vorteilhafte Kooperationsmöglichkeiten zwischen Södra Cell und Södra Timber geschaffen. Die kombinierte Anlage bringt unter anderem Kostenvorteile beim Energieeinsatz, beim Hackschnitzeltransport und bei den Gemeinkosten. Das Sägewerk wird vom Zellstoffwerk mit Energie versorgt und liefert 30 % des Hackschnitzelbedarfs des Zellstoffwerks. Ein weiterer Vorteil ist die gute Verkehrsinfrastruktur mit Bahnanbindung, der Autobahn E6 und dem Hafen Varberg. Da das Sägewerk bei voller Auslastung über 1,5 Mio. Kubikmeter Holz verarbeiten können wird, sind große Einschlagsgebiete notwendig, von Skaraborg und Dalsland im Norden Schwedens bis Oskarström im Süden. Aufgrund der zum Teil langen Transportwege hat der Schienentransport des Holzes dabei Priorität. „Die Investition in Värö und die kombinierten Anlagen stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit und verbessern unsere Einkaufsmöglichkeiten beim Erwerb von Rohstoffen“, sagt Peter Nilsson, Präsident Södra Timber.
Södra

Auch interessant

von