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Södra: „2010 war ein starkes Jahr“

Södras Nettogewinn für 2010 verbesserte sich gegenüber 2009 um 1,670 Mio. SEK auf 2,332 Mio. SEK (Kurs zurzeit 1 SEK rd.  0,114 EUR). Der Nettoumsatz stieg dabei um 3,031 Mio. SEK auf 19,727 Mio. SEK. Der Gewinn- und Umsatzzuwachs ist das Ergebnis aus steigenden Preisen und einer Verbesserung von Produktivität und Verkaufsmengen. 
Der Zellstoffmarkt blieb 2010 überstark, auch im 4. Quartal. Insgesamt nahm die Produktion auf rund 2,01 Mio. t zu (Vorjahr: 1,87 Mio. t), die Lagervorräte beliefen sich am 31. Dezember auf 152.000 t(140.000 t). Erstmals in seiner Geschichte wird das Unternehmen Södra Zellstoff für die Textilindustrie produzieren. So wird das Zellstoffwerk in Mörrum in der Lage sein, 170.000 t Textilzellstoff pro Jahr auf Laubholzbasis herzustellen.
 
Der Markt für Schnittholzprodukte entwickelte sich zum Jahresende hin schwächer. Um die Lagerbestände niedrig zu halten, stoppte Södra den Produktionsbetrieb während der Weihnachts- und Neujahrsferien 2010/2011.
 
Södra entschied im Laufe des letzten Jahres, ein neues Sägewerk in Värö zu errichten. Die Arbeiten verlaufen dort nach Plan und die Inbetriebnahme des Werks ist für das dritte Quartal 2011 vorgesehen. „Was die langfristige Entwicklung des Holzmarkts betrifft, sind wir sehr zuversichtlich. Darin sehen wir uns bei Betrachtung des Bausektors in Europa und den USA bestärkt. Dieser liegt zwar noch unter dem Durchschnitt, aber gleichzeitig wird Holz wieder verstärkt als Baustoff verwendet”, so Södra CEO Leif Brodén. Der Markt für Innenholzprodukte entwickelte sich gegen Ende des Jahres 2010 positiv. Die Preise ziehen an und die Verkaufsmengen nehmen allmählich zu.
 
Als Folge der Sägewerksrezession gaben die Holzpreise im vierten Quartal nach. Dies geschah nach einem fast 50-%igen Anstieg von Herbst 2009 bis Ende Juni 2010. Der Zellstoffholzmarkt war trotz geringer Zellstoffholzbestände infolge eines guten Angebots von Hackschnitzeln ausgewogen. Die Zellstoffholzpreise zogen im Jahresverlauf allmählich an und stiegen noch einmal kurz vor Weihnachten um weitere 35 SEK auf 350 SEK pro Kubikmeter (m³sub) für Langfaserzellstoff.
 
Die im Besitz von Södra Mitgliedern befindliche Fläche wuchs im Jahresverlauf um 20.000 ha auf insgesamt 2,37 Mio. ha. Södra Skog wickelte im Jahr 2010 ein Holzvolumen von insgesamt 16,6 Mio. m³ ab, was einem Zuwachs von 25 % gegenüber 2009 entspricht. Södra Skog steigerte im Laufe des Jahres die Lieferung von Biobrennstoffen um 16 % auf insgesamt 4,3 TWh.
 
Weitere Ereignisse 2010
• Södra Cell Värö ist weltweit das erste Sägewerk, das ohne fossile Brennstoffe auskommt. Alle weiteren schwedischen Zellstoffwerke von Södra werden voraussichtlich binnen der nächsten drei Jahre auf den Betrieb ohne fossile Brennstoffe umgestellt. 
• Zudem entwickelte sich Södra zum größten schwedischen Anbieter von grüner, auf Biobrennstoff basierender Elektrizität und zu einem zunehmend wichtigen Anbieter von Fernwärme und festen Biobrennstoffen. Aufgrund dieser Investitionen wurde im schwedischen Energiesystem der Anteil der aus fossilen Brennstoffen gewonnenen Energie stark reduziert. In Mönsterås wurden 2010 zehn neue Windkraftanlagen angeschafft, errichtet und in Betrieb genommen. Sechs davon gehören Södra, die übrigen vier wurden in Partnerschaft mit Statkraft auf dem Grundbesitz von Mitgliedern errichtet. Alle Anlagen sollen im März 2011 ans Netz gehen.
• Södra und der Lampenhersteller Wästberg stellten 2010 in Mailand die Lampe w101 vor. Sie wurde in diesem Jahr mit dem Design S Award, dem Swedish Design Award und dem US-amerikanischen Good Design Award prämiert. Bestehend aus dem neuen, zellstoffbasierten Material DuraPulp ist sie vollständig recycle- und kompostierbar und lässt sich komplett nachhaltig herstellen.  
• Södra eröffnete in Zusammenarbeit mit den Partnern Preem und Sveaskog die weltweit erste Anlage für die Biodieselherstellung aus Walderzeugnissen. Die Anlage Sunpine wurde in Piteå eingerichtet.
„2010 war ein starkes Jahr. (…) Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir weiterhin mit dem arbeiten, was wir beeinflussen können. Und dies ist die Steigerung unserer Produktivität”, kommentiert Leif Brodén.
 
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