Arbeitssicherheit Holzernte

Ein Sicherheitsdach für den Sägenführer

Bearbeitet von Oliver Gabriel

Das Forstunternehmen Hobi-Forst aus der Schweiz hat ein Sicherheitsdach für die motormanuelle Starkholzernte entwickelt. Firmenchef Nikolaus Hobi ist ein bekannter Seilkranunternehmer, er arbeitet mit diversen Woodcracker-Aggregaten aber auch Bäume auf, die Straßen, Bahnstrecken oder Siedlungen gefährden. Bis 50 cm Stammdurchmesser ist er bestens gerüstet. Aber als in den letzten Jahren immer mehr starke Buchen abstarben, kam er mit den Maschinen an seine Grenzen.

Solche Bäume geht er darum motormanuell an. Weil seine Arbeitsweise dabei dem Motorsägenführer keine ausreichende Sicherheit bietet, setzt dafür jetzt ein Sicherheitsdach ein, das er selbst entwickelt hat. Trägerfahrzeug ist ein Liebherr-Bagger 926, den die Wirkstoff Technik Firner GmbH aus Bodman unter anderem mit Street-Rubbers-Bändern, Kabinenschutzrahmen, Konstantzug-Seilwinde und einem 15-m-Kran ausgestattet hat.

Normalerweise arbeitet die Maschine mit einem seiner Woodcracker-Aggregate. Über eine Schnellwechselvorrichtung kann er das Aggregat im Bedarfsfall daber gegen sein Sicherheitsdach austauschen. Sie lässt sich hydraulisch gesteuert wie ein Fächer um den Stamm legen und fixieren. Ist das geschehen, legt der Motorsägenführer Fallkerb und Fällschnitt an. Die Plattform schützt ihn dabei vor herabfallenden Ästen. Die Lasthalteventile der Maschine sorgen außerdem dafür, dass der Kran nicht absinken kann, auch wenn ein Hydraulikschlauch platzt oder der Motor absterben sollte. Hat der Forstwirt sich entfernt, drückt der Bagger den Baum in die gewünschte Fällrichtung um. Das Verfahren ist mit der Schweizerischen Unfallversicherung SUVA abgestimmt.

Oliver Gabriel