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Sicherheit in der Pelletwirtschaft

Sicherheit in der Pelletwirtschaft

70 Experten aus 13 Ländern diskutierten Mitte März in Fügen in Tirol das Thema Sicherheit in der Pelletwirtschaft. Die erste internationale Tagung dieser Art wurde vom Dachverband der Europäischen Pelletwirtschaft, dem European Pellet Council gemeinsam mit dem Europäischen Biomasseverband AEBIOM und dem Projektteam des EU Projekts Safe Pellets organisiert.

Insgesamt fanden 27 Kurzworkshops statt, die die ganze Breite der aktuellen Sicherheitsthemen in der Pelletwirtschaft abgedeckten. Die beiden wichtigsten thematischen Schwerpunkte waren die Lagerung von Pellets in großen Silos, sowie das Thema Sicherheit bei der Pelletproduktion. Andere Schwerpunkte waren Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, Sicherheit beim Pellettransport sowie die Rolle von torrifizierten Pellets im Kontext der Sicherheitsdebatte.

Beim Thema Lagerung in großen Silos stand vor allem das Thema der Selbsterwärmung im Vordergrund. Auch Sicherheitsthemen im Zusammenhang mit  der Lagerung von kleineren Pelletmengen wurden diskutiert.

Eine Führung durch die Pelletproduktion der Firma Binderholz war der ideale Einstieg für die Diskussion des Themas Sicherheit bei der Pelletproduktion. Derzeit bestehen noch keine verbindlichen Richtlinien dafür, wie bei der Planung und beim Betrieb von Pelletproduktionsanlagen das Risiko für die Entstehung von Bränden und Explosionen minimiert werden kann.

Der Kanadische Pelletverband stellte ein Sicherheitszertifizierungsprogramm vor, das er in Kooperation mit Versicherungen entwickelt hat. Große kanadische Pelletproduzenten haben diese Sicherheitszertifizierung bereits absolviert und es wurde vorgeschlagen, der Europäische Pelletverband sollte dieses System auch in Europa anbieten.

Der Workshop endete mit einer Reihe von Diskussionsrunden, die konkrete Folgeaktivitäten erarbeiteten. So wurde beschlossen, ein Pellet-Sicherheitshandbuch zu erarbeiten, in dem alle sicherheitsrelevanten Fragen bei der Pelletproduktion, dem Pellettransport und der Pelletnutzung erörtert werden. Eine weitere Arbeitsgruppe wurde etabliert, die sich mit dem Thema Arbeitnehmerschutz beschäftigen wird. Das European Pellet Council wird eine  Webseite als Kommunikationsplattform für das Thema Sicherheit in der Pelletwirtschaft etablieren. Schließlich wurde auch beschlossen, im kommenden Jahr ein Folgeworkshop zu organisieren.

Eine umfassende 60seitige Dokumentation der Ergebnisse des Workshops kann bei proPellets Austria kostenlos bezogen werden.

proPellets Austria/Christian Rakos

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