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Für mehr Arbeitssicherheit: Anhand einer Checkliste beobachtet Klaus Günter, ob sich bei der Arbeit der Forstwirte Gefahrensituationen entwickeln.

Rheinland-Pfalz: Arbeitssicherheit im Fokus

Landesforsten verbessert die Arbeitssicherheit durch Risiko-Lerngänge. Seit 2011 verfolgen die Landesforsten Rheinland-Pfalz diesen Ansatz mit Unterstützung der Unternehmensberatung t&t Organisationentwicklung – Training – Beratung, Hainfeld.

Die Unternehmensberatung t&t geht davon aus, dass bei Forstwirten nicht am mangelnden Kenntnisstand liegt. Arbeitsunfälle sind in der Regel auf Unachtsamkeit zurückzuführen. Ziel der Landesforsten ist es, ein Bewusstsein für Gefahren zu schaffen, die durch eine unzureichende Umsetzung der geltenden Regeln für Arbeitssicherheit entstehen. Nach rund 5 Jahren Risiko-Lerngang hat Landesforsten sehr positive Erfahrungen mit dem Ansatz gemacht.

Die Arbeitssicherheit wird regelmäßig überprüft

Die Förster Karl-Heinz Lietze und Klaus Günter sprechen ihren Kollegen Burkhardt Winter und Frank Römer ein Lob für ihre Arbeit aus. Die vier Männer vom Forstamt Bad Sobernheim gehen gemeinsam die Baumfällung im Gemeindewald Heimweiler unter den Gesichtspunkten der Arbeitssicherheit durch. Risiko-Lerngang wird das genannt. Die qualifizierten und erfahrenen Forstwirte beherrschen ihr Handwerk. Die Qualität der Arbeit ist gut. Lediglich Kleinigkeiten fallen auf. Allerdings sind es genau diese Kleinigkeiten, aus denen sich schwere Unfälle entwickeln können. Hier gilt es, das Bewusstsein zu schärfen. Risiko-Lerngänge sind für die Forstwirte im Forstamt Bad Sobernheim inzwischen eine gewohnte Situation. Auch an den neuen Forstamtsleiter, Rüdiger Scheffer, haben sich Winter und Römer gewöhnt. Er ist regelmäßig bei den Risiko-Lerngängen dabei.

„Für die Forstwirte bei Landesforsten sind die Risiko-Lerngänge an der Tagesordnung. Im Schnitt bekommen sie alle zwei Wochen über die Schulter geschaut“, erklärte Stefan Nieder, Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Landesforsten. Das Konzept der Risiko-Lerngänge sieht jedoch bewusst eine hohe Frequenz vor. Denn Bewusstseinsveränderungen ergeben sich nicht daraus, dass man einmal etwas bespricht. Besser ist es, immer wieder an konkreten Bespielen gutes Verhalten aufzuzeigen und Verbesserungspotenziale zu erkennen. Ein Forstwirt hat es gegenüber Stefan Nieder einmal auf den Punkt gebracht: „Das nervt manchmal schon – aber es hilft, nicht in einen unachtsamen Trott zu fallen. So schleichen sich keine Nachlässigkeiten ein.“ Scheffer betonte: „Wir gehen den Weg weiter, wir wollen schließlich am Forstamt Bad Sobernheim auf keinen von unseren Kollegen nur wegen einer Unachtsamkeit verzichten.“

RLP

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