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Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forst und Gartenbau (SVLFG) bietet auf Ihrer Homepage Maßnahmen zum sicheren Arbeiten im Schadholz an.

Sicher arbeiten im Schadholz

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) bietet auf Ihrer Homepage Maßnahmen zum sicheren Arbeiten im Schadholz an.

Die letzten Jahre waren für den Wald nicht einfach. Die Dürrejahre 2018 und 2019, und die damit einhergehende Trockenheit und der Borkenkäferbefall schädigten den Wald extrem. Geschädigte Bäume haben ein hohes Gefahrenpotenzial durch Totholz in der Krone. Um eine Gefährdung auf das Minimum zu reduzieren gibt die SVLFG Tipps und Maßnahmen zur Risikoreduzierung bei Arbeiten im Schadholz. Die SVLFG berichtet über 32 tödliche Unfälle im Jahr 2019 (11 Tote mehr als noch 2018). Dreiviertel dieser Unfälle ereigneten sich bei Fällarbeiten.

Bei geschädigten Bäumen ist das Gefahrenpotenzial besonders hoch, da sich Totholz in den Kronen befindet. Dieses kann schon bei leichter Erschütterung zu schweren Unfällen führen. Die SVLFG teilt mit, dass vor allem die Buche besonders große Sorgen bereite. Im belaubten Zustand sind Trockenschäden relativ gut erkennbar. Jedoch ist eine sichere Baumansprache nach dem Laubabfall faktisch nicht mehr möglich. Eine sofortige Kennzeichnung der Bäume ist daher unbedingt notwendig. Eine zusätzliche Gefahr stellen Grünastabbrüche dar. Auch an vermeintlich gesunden Bäumen kann die Belastung des Laubes in Kombination mit Fäulnisstellen an den Astansätzen die Holzstabilität herabsetzen.

Fachkundiges Arbeiten ist Grundlage

Die wohl wichtigste Voraussetzung für ein sicheres Arbeiten im Schadholz ist die Fachkunde des Ausführenden. Der Fachkundige muss in der Lage sein, eine situative Gefährdungsbeurteilung an jedem einzelnen Baum durchzuführen. Neben den allgemeinen Arbeitssicherheitsregeln, wie das Tragen einer geeigneten Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) mit Schnittschutz oder dem Absperren des Arbeitsbereichs ist vor allem das richtige Arbeitsverfahren zu wählen. Es sollte möglichst erschütterungsfrei sein. In der Reihenfolge des Sicherheitsniveaus sind das:

  1. Vollmechanisierung (Harvester, Bagger, Fällkran)
  2. Seilwindenunterstütztes Fällen und Umziehen
  3. Fällung mit fernbedienbaren technischen Fällkeilen

Grundsätzlich gilt der Satz: Schadholz ist Maschinen-Holz

Maßnahmen auf einen Blick

  • Bestandesauswahl
  • Bestandesvorbereitung
  • situative Gefährdungsbeurteilung
  • Vollmechanisierung
  • Teilmechanisierung
  • Erschütterungsarmes Zufallbringen
  • zeitlich entkoppeltes Zufallbringen aus sicherer Entfernung
  • Personal schulen und einweisen
  • Kontrolle der fachkundigen Arbeitsweise

Weitere Infos zu Maßnahmen, Beratung finden Sie auf der Homepage: www.svlfg.de

Quelle: SVLFG

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