Holztransport

Sebastian Mundt: Der Bomber kommt

Bearbeitet von Oliver Gabriel

Man hört immer wieder, dass dem Holztransport der Nachwuchs ausgeht. Das stimmt aber nicht unbedingt. Sebastian Mundt aus Mecklenburg Vorpommern ist ein Gegenbeispiel. 2019 machte sich der junge Mann selbstständig. Heute setzt er vier Holz-Lkw ein – darunter auch den ersten MAN TGX der dritten Generation.

Vor etwas über zwei Jahren fing alles an“, erzählt Sebastian Mundt. Er saß mit seinem Vater am Tisch, und sie überlegten zum wiederholten Mal, wie er seine Pläne am besten verwirklichen könnte. Er war 29 Jahre alt und wollte nach 13 Berufsjahren als Lagerlogistiker ein Holztransportunternehmen gründen. Sein Vater war in dieser Zeit sein wichtigster Ratgeber, denn auch er hatte sich vor über 25 Jahren für diesen Beruf entschieden. Sebastian wusste also, was auf ihn zukam, als er nach diesem Gespräch innerhalb von vier Monaten seinen Lkw-Führerschein machte, bei der IHK Schwerin die Prüfung zum Verkehrsleiter ablegte und sich im März 2019 den ersten Kurzholzzug besorgte. Es war ein Fahrzeug von der Stange, das er bei Lkw Pavic gekauft hat. Das Fahrzeug sticht bis heute aus der Flotte des Unternehmens hervor, weil es ein grüner Volvo ist.

Sebastian Mundt ist seit 2019 Holztransporteur
Foto: O. Gabriel

Alle weiteren Holzzüge bestellte Sebastian jedoch einheitlich in braun metallic bei MAN. Es sind ihrer drei: Schon im April 2019 kam eine Sattelzugmaschine mit Schwarzmüller-Holzauflieger. Im September des gleichen Jahres folgte zur offiziellen Firmeneinweihung ein MAN-Kranzug, und im Dezember 2020 kam noch ein MAN dazu. Auf ihn ist Sebastian besonders stolz, weil es erst der zweite TGX der neuen Generation mit Holzaufbau ist.

Sebastian Mundt hat für seinen TGX mit 6×4-Fahrgestell den stärksten Motor mit 470 kW gewählt und das große Fahrerhaus, das er mit einem guten Soundsystem „fast wie im Wohnzimmer“ ausgestattet hat – auch wenn er und seine Kollegen meist nur Tagestouren machen. „Da kommt der Bomber“ heißt es gerne, wenn der PS-Bolide irgendwo auftaucht.  

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Der vollständige Artikel ist in der Forst & Technik 3/2021 erschienen.

Oliver Gabriel