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SDW-Hessen zufrieden mit dem Runden Tisch zum Waldgesetz

„Der Wald geht als Sieger aus den viereinhalbstündigen Verhandlungen um das Betretungsrecht in hessischen Wäldern hervor,“ erklärt Christoph von Eisenhart Rothe, Landesgeschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zum Ergebnis des von Umweltministerin Lucia Puttrich einberufenen Runden Tisches im Ministerium am 17. September. Besonders lobt der Naturschutzverbandsvertreter auch das Geschick der Ministerin bei der Gesprächsrunde: „Ministerin Puttrich hat es geschafft, die völlig aus der Bahn geratene Diskussion wieder einzufangen. Alle sind aufeinander zugegangen“.
Lob hat die SDW auch für die Mountainbiker und den Nabu übrig, die sich deutlich bewegten und von ihren überzogenen Forderungen herunterkamen. „Vom ungehinderten Quer durch den Wald fahren wurde erfreulicherweise gar nicht mehr gesprochen. Wir haben uns schnell darauf geeinigt, dass wir nur noch vom Reiten und Mountainbiken auf dafür geeigneten Wegen sprechen“, so von Eisenhart. Dass dies nicht nur auf mit dem PKW befahrbaren Wege sein müsse, sondern dort auch möglich ist, wo sich Fußgänger, Radfahrer und Mountainbiker gefahrlos begegnen können, ist aus Sicht der SDW für beide Seiten ein großer Erfolg. Zusätzlich sollen in allen Waldbesitzarten extra Mountainbikestrecken ausgewiesen werden, wie es aber auch bereits der alte Entwurf vorsah. Ein großes Problem bleiben aus Sicht aller Teilnehmer die Mountainbiker, die illegal abseits der Wege auf sogenannten Downhilltrails großen Schaden am Wald und den dort lebenden Tieren und Pflanzen anrichten. „Wir hoffen, dass es dem Ministerium gelingt, einen Weg zu finden, wie diesen „Schwarzen Schafen“ das Handwerk gelegt werden kann, so von Eisenhart Rothe. „Der Reiz des Verbotenen ist auch mit einem derartigen Gesetz nicht abzustellen.“
Ganz aus dem Gesetz gestrichen werden soll der Abschnitt, der das Betreten des Waldes durch Gruppen regeln sollte. Diese Formulierung war missverständlich und sorgte für wildeste Interpretationen in der Bevölkerung. „Wir waren uns auch einig, dass das Gesetz so formuliert werden soll, dass es jedermann richtig versteht. Die Menschen sollen keine Angst haben müssen, den Wald als Erholungsraum zu nutzen“, so der Geschäftsführer.
Der runde Tisch hat bei seiner Sitzung zum Waldgesetz Leitlinien vereinbart
 
SDW-Hessen

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