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SDW Hessen fordert Stickstoffreduktionsprogramm

Mit Schrecken vernimmt der Landesverband Hessen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) die deutlich schlechteren Ergebnisse der Waldzustandserhebung für das Bundesland Hessen. Besonders auffällig ist der schlechter werdende Gesundheitszustand der älteren Buchen über 60 Jahre, der sich von 28 % im Jahr 2013 auf 35 % im Jahr 2014 erhöhte. Damit hat sich dieser Wert um 25 % verschlechtert.
„Dies ist nicht nur auf die deutliche Fruchtbildung mit Bucheckern in diesem Jahr zurückzuführen“, erläutert Christoph von Eisenhart Rothe, Landesgeschäftsführer des anerkannten Naturschutzverbandes. „Vielmehr ist der Gesundheitszustand dieser Baumart weiterhin auf einem hohen Niveau und somit schlecht – wir machen uns große Sorgen! So eine krasse Verschlechterung hatten wir schon lange nicht mehr!“
Der Wald braucht ein länderübergreifendes Stickstoffreduktionsprogramm
Die Experten der SDW führen den Anstieg der schlechten Werte der Waldzustandserhebung auf die weiterhin fast ungebremste Belastung durch Luftstickstoff aus Flug- und Kfz-Verkehr sowie vor allem aus der Landwirtschaft zurück. „Wir haben leider so hohe Luftstickstofffrachten – wie in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts in der Landwirtschaft gedüngt wurde, hiervon müssen wir runter!“
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald fordert daher die hessische Umweltministerin Priska Hinz auf, über den Bundesrat eine bundesweite – noch besser europaweite – Initiative zur Verminderung des Stickstoffausstoßes zu starten. „Der Wald braucht ein Stickstoffreduktionsprogramm!“, so von Eisenhart Rothe.
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 

SDW Hessen

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