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SDW Brandenburg: Positionspapier zur Waldwege-Debatte verabschiedet

Auf der erweiterten Vorstandssitzung der SDW Brandenburg am 10.8.2013 stand die gegenwärtig im Land geführte Debatte um die Unterhaltung und den Ausbau von Waldwegen im Vordergrund. Die SDW nimmt diesbezüglich mit Sorge zu Kenntnis, dass diese Auseinandersetzung gegenwärtig von einseitigen Betrachtungsweisen bestimmt wird, die den wirklichen Problemlagen in den Wäldern nicht gerecht wird.

Anlässlich der Sitzung wurde ein Positionspapier verabschiedet, welches sich in einer Gesamtschau mit dem Bedarf und der Bedeutung von Waldwegen im Rahmen der multifunktionalen Forstwirtschaft beschäftigt. „Die Unterhaltung eines differenzierten und jeweils gut ausgebauten Waldwegenetzes ist ein essentieller Bestandteil der multifunktionalen Forstwirtschaft in unserem Land“, stellt Gregor Beyer, Vizevorsitzender der SDW Brandenburg fest. Dabei werde oftmals verkannt, dass die Waldwege nicht nur die Voraussetzung zur Sicherstellung des Holztransportes im Rahmen der forstlichen Bewirtschaftung seien, sondern vielmehr auch unabdingbar zur Gewährleistung der Schutz- und Erholungsfunktionen der Wälder.
Ein ganz besonderes Augenmerk käme den Waldwegen zudem im Rahmen der Waldbrandvorbeugung und Bekämpfung zu. Vor wenigen Wochen war im südlichen Brandenburg zu erleben, wie ein Waldbrand nach vielen erfolglosen Löschversuchen erst entlang eines gut ausgebauten Waldweges gestoppt werden konnte, so Beyer.
Die SDW sieht allerdings den Bedarf, die Betriebsanweisung des „Landesbetriebes Forst“ und die Richtlinien zur forstlichen Förderung zu überarbeiten. „Wir brauchen keinen 8 bis 10 m gehölzfreien Streifen entlang der Waldwege“, gibt Beyer zu bedenken.
Gleichsam lehnt die SDW aber auch die in die Debatte eingebrachte Intention ab, die Waldwegeunterhaltung zu einem genehmigungspflichtigen Tatbestand zu machen. „Was wir brauchen, ist die Zusammenarbeit aller mit den Waldbelangen betroffener Gruppen, einseitige Maximalforderungen bringen uns weder im Wald noch sonst wo weiter“, so Gregor Beyer.

SDW Brandenburg

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