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Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Baden-Württemberg: Wald muss Wald bleiben

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Baden-Württemberg: Wald muss Wald bleiben

Mit absoluter Mehrheit wurde Karl-Wilhelm Röhm, MdL, bei der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes Baden-Württemberg der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) zum neuen Landesvorsitzenden gewählt.

Der scheidende Vorsitzende und frühere Bürgermeister Ulrich Burr gratulierte und brachte seine Freude zum Ausdruck, dass der gemeinsam begonnene Weg – Röhm war lange Jahre stellv. Landesvorsitzender – in Kontinuität fortgesetzt werde. Vor allem die SDW-Kernthemen „nachhaltige Waldbewirtschaftung“ und „Waldpädagogik“ werden fortgeführt.

Schwerpunkte für die nächsten Jahre
In einer Ansprache wandte sich der neue Landesvorsitzende an die Mitglieder und konkretisierte seine Schwerpunkte für die nächsten vier Jahre seiner Amtszeit:
„Schon 1947 bei der Gründung der SDW war es vorrangiges Ziel, für den dauerhaften Erhalt der Waldfläche und in besonders waldarmen Gebieten für einen Ausbau der vorhandenen Waldflächen einzutreten. Durch die ständig steigenden Ansprüche an den Wald hat sich daran bis heute nichts grundlegend geändert. Immer noch gilt es, sich zum Fürsprecher des Waldes zu machen, vor allem in Gegenden auf der Welt, die sich noch nicht die nachhaltige Waldbewirtschaftung zu Eigen gemacht haben.
Für uns steht forstwirtschaftliche Nutzung nicht im Widerspruch hierzu. Jedoch bedarf es zur Sicherung aller Waldfunktionen, die für die SDW gleichrangige Bedeutung haben, einer zeitgemäßen, nachhaltigen und verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung, die den Anforderungen des Klimawandels Rechnung trägt. Moderne fachgerechte Wirtschaftsweise heißt, dass arten- und strukturreiche Mischwälder angestrebt werden, die durch eine standortgerechte Baumartenwahl an den natürlichen Waldgesellschaften orientiert sind. Um solche zukunftsfähige Wälder zu gestalten, braucht es genügend und qualifiziertes Personal. Wir fordern, den bisherigen Stellenabbau in den Forstverwaltungen zurückzunehmen. Eine qualitativ hochwertige Waldbewirtschaftung erfordert eine kontinuierliche Aus- und Weiterbildung aller im Wald Tätigen sowie eine enge, praxisorientierte Zusammenarbeit zwischen Forstwissenschaft, Bildungsträgern und Waldbesitzern.
Neben meinem Interesse für Politik und Wald bin ich Lehrer aus Leidenschaft. Deshalb ist für mich die Umweltbildung und im Speziellen die Waldpädagogik ein weiteres wichtiges Anliegen. Das Leben in Ballungsräumen führt häufig zur Entfremdung der Kinder von der Natur. Dieser Entwicklung wollen wir durch fundierte Aufklärung entgegenwirken. So war es für uns als SDW selbstverständlich, uns von Anfang an gemeinsam mit der Forstverwaltung für die Einrichtung von Umweltbildungseinrichtungen im Land zu engagieren. Schon 1992 haben wir als eigenes Projekt die WaldMobile ins Leben gerufen. Eine mobile umweltpädagogische Einrichtung, die seitdem schon über 80.000 Kinder in Baden-Württemberg für das Thema Wald begeistert hat.“
Der neue Vorsitzende Karl-Wilhelm Röhm ist Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Hechingen/Münsingen und Leiter des Gymnasiums in Münsingen.

 

  
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) ist als eine der ältesten deutschen Umweltschutzorganisationen in einen Bundesverband sowie in selbstständige Landes- und Kreisverbände organisiert. Für den Landesverband Baden-Württemberg steht neben seinen Tätigkeiten als anerkannter Naturschutzverband (er ist auch Mitglied im Landesnaturschutzverband) und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit (Durchführung von Pflanzungen) auch die Waldpädagogik im Vordergrund seiner Arbeit. Mit der Trägerschaft – zusammen mit dem Landesbetrieb Forst Baden-Württemberg – des „Haus des Waldes“ in Stuttgart sowie mit Waldjugendspielen, Klassenzimmern unter Bäumen, Erlebnispfaden bis hin zu Pirschgängen in weiteren waldpädagogischen Einrichtungen und Landkreisen möchte die SDW die Lebensgemeinschaft Wald ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen.
SDW Landesverband Baden-Württemberg

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