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Schweizerisch-brandenburgischer Erfahrungsaustausch zu Walderlebniswelten

Schweizerisch-brandenburgischer Erfahrungsaustausch zu Walderlebniswelten

Am 17. August 2010 fand ein schweizerisch-brandenburgischer Erfahrungs- und Informationsaustausch zu ausgewählten Angeboten der waldbezogenen Umweltbildung wie Walderlebniswelten und Schulwäldern statt: Marc Fürst und Andreas Noack von „Grün Stadt Zürich“ (CH) besuchten das Märkische Haus des Waldes (D), trafen hier auf „Waldpädagogik-Projekteschmied“ Hartmut Jänner sowie Forstmeister Klaus Radestock und waren auch zu Gast bei „Doktor Wald“.
Die schweizerischen Gäste von „Grün Stadt Zürich“ studierten bei dieser Gelegenheit am Beispiel von „Hirschkäferwelt“, „Pirschweg“, „Praxis Dr. Wald“, „Fuchsbau“ und „Holzplatz“ u.a. die vielfältigen Erfahrungen der Märker auf dem Gebiet von Walderlebniswelten und -bereiche. Walderlebniswelten definiert man heute als forstfachlich betreute, mit speziellen Naturlehrmitteln ausgestattete Parcours, in welchen den Besuchern angeboten wird, sich mittels eines mit allen Sinnen absolvierten Erlebnisparcours per „Rollentausch“ mit liebenswerten Waldbewohnern zu identifizieren.
Die Stadtverwaltung Zürich plant im Zusammenhang mit der Idee, für alle (!) Schulen der Stadt je einen Schulwald einzurichten, auch die Anlage waldbezogener Erlebniswelten.
Es war dies beleibe nicht das erste Treffen zwischen Züricher und Brandenburger Förstern. Alles begann bereits 1990, als nach dem Motto „Erfahrungsaustausch ist die beste Investition“ an forstlicher Öffentlichkeitsarbeit und waldbezogener Umweltbildung interessierte märkische Forstleute und andere Waldfreunde in Zofingen und Zürich mit schweizerischen Kollegen zusammen kamen. Mit einem dieser Förster, dem Züricher Stadtforstmeister Andreas Speich, und den Mitarbeitern der Züricher Sihlwaldschule entwickelten die märkischen „Wald-Dolmetscher“ in der Folgezeit eine enge Zusammenarbeit. Dieser Züricher Forstmann war es dann auch, der bei einem Besuch des damaligen brandenburgischen Landesforstamtes auch die dortige „Forstchef-Etage“ mit dem „Waldpädagogik-Virus“ „infizierte“, womit er maßgeblich dazu beitrug, dass die Waldpädagogik in Brandenburg schon 1995 und damit erstmals für ein ganzes deutsches Bundesland forstliche Dienstaufgabe wurde. Viele weitere Begegnungen mit den Züricher Freunden folgten; sie finden seit 2005 auch im Rahmen des Bundesarbeitskreises „Forstliche Umweltbildung“ im Bund Deutscher Forstleute (BDF) statt.
Klaus Radestock

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