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Der Task Force gehören die Verbände Holzindustrie Schweiz, Holzenergie Schweiz und Forstunternehmer Schweiz an.

Chancen für Wald und Holz im Klimawandel

Die Task Force Wald + Holz + Energie (TF WHE) vereinigt auf Verbands- und Unternehmensebene die Schweizer Rohholzverbraucher aus dem Holz- und Energiesektor. Sie lud am 17. August gemeinsam mit der Berner Fachhochschule zum Seminar „Chancen für die Wald- und Holzwirtschaft im Klimawandel“ ein.

Klimawandel, Sturmholz, Borkenkäfer. Das sind die Stichworte, die zurzeit die Fachdiskussionen und Medienberichte dominieren. In der Branche herrscht Notstand. Die Rohholzverbraucher sind stark betroffen und sehen sich seit Monaten einem Rohholzangebot gegenüber, das die Nachfrage mengenmässig weit übertrifft. Dieses Überangebot mag für die Industrie auf den ersten Blick erfreulich scheinen. Das Problem besteht jedoch darin, dass die Qualität dieses von Wind, Borkenkäfer und Bläuepilz geschädigten Holzes drastisch abnimmt. Das Holz verliert an Wert und kann je nachdem nur noch als Energieholz verfeuert werden, wenn überhaupt.

Keine „Klimafitness“ ohne wirtschaftliche Verwertbarkeit

Die Rohholzverbraucher machen sich auch große Sorgen in Bezug auf die langfristige Verfügbarkeit von Nutzholz, insbesondere Nadelholz. Die Fichte ist bis heute der unangefochtene „Brotbaum“ für die Schweizer Wald- und Holzwirtschaft, gilt aber in Monokultur oder am falschen Standort als besonders sturmgefährdet. Das Schadensrisiko ist gerade bei überalterten Beständen erhöht. Die Mitglieder der Task Force Wald + Holz + Energie sehen deshalb dringenden Handlungsbedarf, überalterte Fichtenbestände zu verjüngen. Bei der Bestandesbegründung ist gleichermaßen die „Klimafitness“ wie auch die wirtschaftliche Verwertbarkeit der Nachfolgegeneration sicher zu stellen. So empfiehlt es sich, auf gefährdeten Standorten die Fichte mit anderen Baumarten zu mischen und teilweise durch Weißtanne, Douglasie, Föhre oder Lärche zu ersetzen.

Mehr Investitionen in die Verarbeitung von Starkholz

Der Waldumbau kostet viel Geld. Die Haupteinnahmequelle für die Waldbesitzer bleibt der Holzverkauf. Vorstellbar ist auch, dass nicht gedeckte Kosten für Waldverjüngung, Waldpflege und Aufforstungen über ein CO₂-Senkenprojekt und den damit möglichen CO₂-Zertifikatehandel finanziert werden können. Zusätzlich braucht es zwingend mehr öffentliche Subventionen zur Anpassung des Waldes an den Klimawandel. Die Holzindustrie ist bereit, vermehrt in die Verarbeitung von Starkholz zu investieren.

 

Der Task Force gehören die Verbände Holzindustrie Schweiz, Holzenergie Schweiz und Forstunternehmer Schweiz an sowie die Unternehmen AEK Energie AG, Axpo Holz + Energie AG, Despond SA, Holzwerk Lehmann AG, Swiss Krono AG, OLWO AG, Perlen Papier AG und Schilliger Holz AG. Mit den Mitteln der Kommunikation setzt sich die Mitglieder für eine bessere inländische Versorgung mit dem Rohstoff Holz, insbesondere mit Nadelholz, ein. Einen umfassenden Einblick in die Themengebiete Wald, Holz und Energie sowie in die gemeinsamen Positionen der Mitglieder der Task Force auf der Website: www.taskforceholz.ch

Red./TF WHE

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