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Schweizer Holz

Schweiz: Bundesrat heißt Bericht zur Verstärkung der Holznutzung gut

Der Bericht zeigt, mit welchen Maßnahmen mehr Holz genutzt werden kann.

Im Schweizer Wald wird weniger Holz genutzt als nachwächst und der einheimische, erneuerbare und klimafreundliche Rohstoff Holz wird nicht optimal verwendet. Eine Folge sind dunkle und dichte Wälder, die oft weniger stabil sind. Der Schweizerische Bundesrat hat am 8.12.2017 den Bericht „Optimierung der Waldnutzung“ gutgeheißen. Der Bericht zeigt, mit welchen Maßnahmen mehr Holz genutzt werden kann. Er erfüllt ein Postulat von Nationalrat Beat Jans.

Die Nutzung und Verwendung von Schweizer Holz hat viele Vorteile: Holz ist regional verfügbar, schont das Klima und schafft Arbeitsplätze. Mit dem Fällen von Bäumen wird Platz geschaffen, die verbleibenden Bäume erhalten mehr Licht und werden so kräftiger und stabiler. Zudem siedeln sich vermehrt wärmeliebende, seltener vorkommende Tier- und Pflanzenarten an.

Trotzdem werden nur rund 70 % des jährlich im Schweizer Wald nachwachsenden Holzes genutzt. Der Bundesrat hat deshalb 2011 die Waldpolitik 2020 genehmigt, die vorsieht, dass alles nachwachsende Holz genutzt werden soll. Davon ausgenommen sind die zum Zweck der Biodiversitätsförderung ausgeschiedenen Naturwaldreservate sowie die Alt- und Totholzflächen.

Kosten sparen und Nachfrage anregen

Der Bericht zeigt, mit welchen Maßnahmen die vollständige Nutzung der Holzmengen erreicht werden kann: Einerseits können bei Waldpflege und Holzernte Kosten reduziert werden, zum Beispiel durch effizientere Abläufe oder eine optimierte Erschließung. Andererseits kann die Nachfrage nach Holz angeregt werden, indem beispielsweise die Konsumentinnen und Konsumenten für dessen Vorteile sensibilisiert werden.

Die im Bericht dargelegten Maßnahmen sind ohne gesetzliche Änderungen umsetzbar. Die waldrechtlichen Anpassungen hat das Schweizer Parlament bereits 2016 beschlossen. Sie sind seit dem 1.1.2017 in Kraft.

Bericht des Bundesrates zur Optimierung der Waldnutzung (PDF, 421 kB)

Schweizerischer Bundesrat, Generalsekretariat UVEK, Bundesamt für Umwelt BAFU

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