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„Schweizer Holz“ bei den Kunden gefragt

„Schweizer Holz“ bei den Kunden gefragt

Wie die Holzmarkt Ostschweiz AG informiert über das Geschehen am internationalen und nationalen Holzmarkt. Darin heißt es unter anderem:
Die US-Nadelschnittholzpreise befinden sich auf einem Höhenflug. Aktuell werden 442 US-Dollar/1000 bft. bezahlt. Für europäische Exporteure dämpft der Wechselkurs den Höhenflug. Mit 263 €/m³ liegt das Preisniveau um fast 45 €/m³ höher als vor einem Jahr.
Rumänien kämpft zurzeit mit einem Rückgang der inländischen Holzernte. Zudem fehlen Rundholzmengen aus der Ukraine, die aufgrund eines Exportverbotes der Ukraine nicht mehr laufen. Österreichische Unternehmungen, welche Produktionen in Rumänien betreiben, halten ihre Werke dort mit Ganzzügen aus Österreich und Deutschland am Laufen.
In der Schweiz hat der Ständerat am 15.3.2017 eine Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts für Holztransport-LKW abgelehnt. Der Nationalrat hatte zuvor am 21.9.2016 den Antrag des Nationalrats Jean François angenommen. Mit Hilfe eines von 40 t auf 44 t steigenden zulässigen Gesamtgewichts bei Holztransporten soll die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Holzindustrie gestärkt werden. Die Ablehnung im Ständerat wird damit begründet, dass die Verkehrsinfrastruktur stärker belastet wird. Auch kann nach Einschätzung der Kantonsvertreter der nicht zuletzt durch den starken Franken entstandene Wettbewerbsnachteil der Schweizer Sägewerke, Holzwerkstoff- und Papierindustrie nicht durch schwerere Rundholz-LKW ausgeglichen werden. Neben dem Ständerat werden Ausnahmeregelungen beim Holztransport auch vom zuständigen Verkehrsministerium abgelehnt. Dort werden Forderungen weiterer Branchen befürchtet, sollte der Holzindustrie nachgegeben werden.
In der Ostschweiz wurde das kalte Wetter im Januar genutzt und genügend Holz aus dem Privatwald bereitgestellt. Das Rundholz wird traditionell auf der Wiese gelagert. Die geringen Schneemengen und der milde Frühling ließen die Vegetation schnell voranschreiten, was wiederum zu einem hohen Druck auf die Abfuhr der Wiesenmengen führt. Insgesamt dürften die Ostschweizer Sägewerke genügend mit Rundholz eingedeckt sein. Die Ostschweizer Betriebe melden eine hohe Auftragslage bis in den Sommer hinein.
Immer mehr Kunden fragen Holz mit der Herkunft Schweiz nach. Sägewerke welche Schnitthölzer mit dem Label „Schweizer Holz“ verkaufen möchten, müssen über ein Label mit Lizenznummer verfügen. Anhand dieser Nummer wird die Nachverfolgung des Produktes vom Wald bis zum Konsument sichergestellt. Kauft ein Sägewerk von einem Schweizer Waldbesitzer das Holz direkt, kann die benötigte Lizenznummer von der Holzliste des jeweils zuständigen Revierförsters entnommen werden. Der kantonale Waldwirtschaftsverband ist Lizenzträger für seine Waldeigentümer im Verbandsgebiet. Wird aber Rundholz von einem Händler oder Forstunternehmer gekauft, muss dieser zwingend über eine eigene HSH Lizenznummer verfügen, ansonsten wird die Nachverfolgungskette unterbrochen. Das Holz darf dann nicht mehr als Schweizer Holz deklariert werden, auch wenn dieses von einem Schweizer Waldeigentümer stammt.
Holzmarkt Ostschweiz AG

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