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Schweiz: Trotz Sturm- und Käferholz wird frisches Nadelholz nachgefragt

Die Holzmarktkommission Schweiz hat an ihrer Sitzung vom 16. Oktober die Lage analysiert. Es zeigte sich, dass es im Holzmarkt regionale Unterschiede gibt, welche von den Vertretern der Holzindustrie und der Waldseite unterschiedlich beurteilt werden. Die Waldseite hat entschieden, dass die Nadelholzpreise um 3 CHF pro Festmeter anzuheben unter anderem aufgrund des gestiegenen Eurokurses.

Die Marktpartner waren sich in der Markteinschätzung grundsätzlich einig, dass die robuste Wirtschaftsentwicklung in Europa auch der Schweiz nützt. In der Schweiz setzte sich in vielen Branchen die Erholung vom Frankenschock von Anfang 2015 fort und für 2017 wird ein solides Wachstum der Schweizer Wirtschaft erwartet. Der Holzbau in der Schweiz boomt weiterhin. Die regionale Beschaffung des Rundholzes für Holzbauten nimmt ebenfalls zu. Das Schweizer Holz erfreut sich einer vermehrten Nachfrage. Umso unverständlicher scheint der Umstand, dass sich die Schweizer Schnittholzpreise kaum nach oben bewegen lassen.

Starke regionale Unterschiede bei Sturm- und Käferholz

In den Regionen, die teilweise stark von Sturmschäden und Käferholz betroffen sind (SH, ZH, TG, SG), übernahmen die Sägereien bereits viel Schadholz. Somit sind sie sehr gut mit Rundholz versorgt und bevorratet (teils bis Ende Jahr). Die Lagerbestände sind deshalb teilweise hoch. In allen anderen Regionen wird frisches Holz gesucht. Die Nachfrage nach frischem Nadelstammholz (Fi/Ta) ist hoch. Gefragt ist Nadelstammholz guter Qualität. Auch Douglasie, Lärche und Föhre können gut vermarktet werden.

Die Import-Schnittholzpreise sind in letzter Zeit laufend angestiegen. Der Eurokurs ist in den letzten drei Monaten ebenfalls deutlich gestiegen (1,08 auf 1,15). In ganz Europa sind die konjunkturellen Aussichten sehr gut und die Signale positiv. Die deutschen und österreichischen Sägewerke arbeiten auf Hochtouren um die Nachfrage zu befriedigen. Der Schnittholzverbrauch ist hoch, die Stimmung optimistisch, und auch die Schweizer Sägewerke produzieren aufgrund der guten Versorgungslage auf einem hohen Niveau. Die Waldseite weist darauf hin, dass die minimale Preisforderung von 3 Fr./Fm angemessen und gerechtfertigt ist!

Beim Laubholzabsatz und bei den Laubholzpreisen sind im Vergleich zum Vorjahr keine großen Veränderungen zu erwarten.

Holzmarktkommission WaldSchweiz und Holzindustrie Schweiz

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