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Schweiz: Schieflage bei den Industrieholz-Sortimenten

Die Fachgruppe Industrieholz des Verbandes Holzindustrie Schweiz tagte am 13. Februar 2019 bei der Swiss Krono in Menznau. Das Gremium analysierte wie gewohnt den aktuellen Markt für Industrieholz.

Der Rundholzmarkt ist seit Monaten von Sturm- und Käferholz übersättigt, sowohl im In- und Ausland. Vielerorts ist das Schadholz jetzt zwar aufgerüstet und verkauft. Aber im Frühling wird sich der Borkenkäfer erneut ausbreiten. In den kommenden Wochen lohnt es sich, die Marktsituation beim Industrieholz genau zu verfolgen und entsprechend agil zu reagieren. Die Schweizer Holzindustrie vermeldet zunehmenden Bedarf an Frischholz.

Swiss Krono bekommt derzeit zu viel Nadelholz und zu wenig Laubholz geliefert. Die in Menznau produzierten Spanplatten enthalten im Normalfall einen Laubholzanteil von rund 50 %. Infolge der Rückstellungen regulärer Holzschläge kommt derzeit deutlich zu wenig Laubholz auf den Markt. Ein beträchtlicher Teil des genutzten Laubholzes geht zudem direkt in den Export. Dies verschärft die Konkurrenzsituation auf dem inländischen Industrie- und Energieholzmarkt. Swiss Krono ist darauf angewiesen, dass mindestens die bestehenden Lieferverträge eingehalten werden.

Perlen Papier benötigt weiterhin qualitativ hochwertiges Papierholz. Bei den Anlieferungen in Perlen werden zunehmende Anteile an Frischholz mit sägefähigen Qualitäten festgestellt. Das Werk empfiehlt den Waldbesitzern, sägefähiges Frischholz den Sägewerken zuzuführen, um eine bessere Wertschöpfung zu generieren.

HIS, Fachgruppe Industrieholz

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