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Schweiz: Maßnahmen gegen Asiatischen Laubholzbockkäfer notwendig

Schweiz: Maßnahmen gegen Asiatischen Laubholzbockkäfer notwendig

Wie das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) mitteilt, haben im Hafengebiet bei Basel und Birsfelden speziell geschulte Spürhunde Larven des Asiatischen Laubholzbockkäfers gefunden. Der Eidgenössische Pflanzenschutzdienst (EPSD) hat Maßnahmen verfügt, um die Ausbreitung des Schädlings zu verhindern. Im letzten Herbst waren in den Kantonen Freiburg und Thurgau erstmals Käfer nachgewiesen worden.

Im Mai waren während rund zehn Tagen zwei Spürhundeteams aus Österreich im Hafengebiet bei Basel und Birsfelden, in den Kantonen Freiburg und Thurgau auf der Suche nach Asiatischen Laubholzbockkäfern (Anoplophora glabripennis) im Einsatz. Sie fanden im Raum Basel und Birsfelden zahlreiche verdächtige Bäume. In Lagern von Betrieben, die Steine aus dem asiatischen Raum importieren, spürten die Hunde Holzverpackungen mit Verdacht auf Befall mit dem besonders gefährlichen Schädling auf. In den Verpackungen wurden zudem frische Bohrspäne sowie lebende und tote Larven gefunden. Dieses Verpackungsholz wurde auf Verfügung des Eidgenössischen Pflanzenschutzdienstes (EPSD) vernichtet. Im Kanton Freiburg wurden an einem Baum Eiablagestellen mit abgestorbenen Larven, im Kanton Thurgau drei Verdachtsbäume festgestellt. Es wurden bisher keine weiteren befallenen Bäume gefunden.

Die Standorte von Bäumen, die vom Asiatischen Laubholzbockkäfer befallen werden können, müssen auf einer Karte festgehalten und häufig und intensiv, beispielsweise auch durch Baumkletterer, untersucht werden. Der Bund beabsichtigt, Baumkletterer zusätzlich auszubilden, damit diese Spuren und Befall des Schädlings sicher erkennen können. In der Pufferzone, die zwei Kilometer umfasst, werden mögliche Wirtspflanzen ebenfalls überwacht. Baumschnitt muss vor Ort gehäckselt und anschließend in der Kehrichtverbrennungsanstalt vernichtet werden.

Der Bund legt den Schwerpunkt auf die Prävention und will verhindern, dass weiteres befallenes Verpackungsholz in die Schweiz gelangt. Für allfällig weitergehende Maßnahmen soll die internationale Zusammenarbeit mit ebenfalls betroffenen Ländern in Europa verstärkt werden.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer befällt verschiedene Laubholzarten und kann Bäume binnen weniger Jahre zum Absterben bringen. Wenn sich der Käfer in der Schweiz ausbreiten sollte, bestünde die Gefahr, dass er im Wald, im öffentlichen Grün und in landwirtschaftlichen Obstkulturen große wirtschaftliche und ökologische Schäden anrichten würde. 

BAFU

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