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Schweiz: Interessengemeinschaft Industrieholz zum Marktgeschehen

Dank nach wie vor guter Auftragslage bei den schweizerischen Sägereien und den nachgelagerten Produktionsstufen besteht für Nadelrundholz weiterhin eine gute Nachfrage. Deren Produkte stehen jedoch in starker Konkurrenz zu billigeren Importen. Die Währungsentwicklung der letzten Monate hat für die Waldbesitzer in der Schweiz zur widersprüchlichen Situation geführt, dass die Rundholzpreise trotz guter Nachfrage sinken.

Waldeigentümer und Sägewerke sind auch mit sinkenden Industrie- und Restholzpreisen konfrontiert, da die Papier-, Holzwerkstoff und Pellets-Hersteller ebenfalls unter der Frankenstärke leiden. Die Schließung der Papierfabrik Albbruck an der Schweizer Grenze Ende 2011 und Fragezeichen zur elsässischen Papierfabrik (Stracel/FR) dürften die Holzflüsse zu Ungunsten der Schweizer Anbieter beeinflussen. Umso heikler, wenn der größte Schweizer Verarbeiter (Kronospan) jetzt einen dreiwöchigen Annahmestopp verhängt.

Der neue Mindestwert des Euro löst das Problem noch keineswegs. Unter Fr. 1,40 sind der Import von Schnittwaren zu sehr erleichtert und der Export zu wenig kostendeckend. Die Schweizer Rohholzverarbeiter sind wirklich auf dem Prüfstand. Hält der Kurs nahe Fr. 1,20 über längere Zeit an, drohen wichtige Verarbeiter zu verschwinden.

Die Versorgungslage der schweizerischen Holzindustrie kann derzeit als ausreichend angesehen werden. Man steht am Beginn der Einschlagsaison und der Absatz kann bis Ende Jahr als gut angenommen werden. Besonders große Nachfrage herrscht nach Zerspanerholz. Auch die Nachfrage und der Bedarf nach Papier- und Industrieholz können für das letzte Jahresquartal als positiv beurteilt werden. Unsicherheiten bezüglich Absatz und Preis gibt es nach wie vor im Buchensägeholz, was sich aber schon über längere Zeiträume nicht geändert hat.

IG Industrieholz/Schweiz

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