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Schweiz: Industrieholz-Nachfrage bleibt gut

Die Fachgruppe Industrieholz tagte am 24.9.2015 bei der Pavatex in Cham/ZG. Im Mittelpunkt stand die Lageanalyse acht Monate nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses und vor der neuen Holzerntesaison. Die Anbieter und Verarbeiter von Industrieholz sind wegen dem währungsbedingten Preisdruck mit Umsatzeinbussen von über 10 % konfrontiert, die Holzwerkstoff- und Papierindustrie budgetiert aber für 2016 mit gleichbleibendem Holzbedarf.
Im Unterschied zum Herbstbeginn früherer Jahre spüren die Waldbesitzer zurzeit weniger Holzbedarf; die meisten Sägewerke und die Hersteller von Holzwerkstoffen, Papier und Pellets sind noch gut versorgt, nicht zuletzt weil der Frankenkurs den Rohstoffexport erschwert und drosselt. Bei den Sägewerken liegt der Holzbedarf etwas unter Vorjahr; die Vertreter der Papier- und Plattenindustrie sowie der Pelletshersteller gaben dagegen bekannt, dass sie für das neue Geschäftsjahr mit gleichbleibendem Holzbedarf budgetieren.
Die Verarbeiter sind sich bewusst, dass der Privatwald bei den aktuellen Preisen die Holzernte voraussichtlich drosselt. Auch im öffentlichen Wald sind viele geplante Holzschläge weniger wirtschaftlich als vor Jahresfrist, und die Anspannung steigt.
Die Fachgruppe Industrieholz begrüßt deshalb die ermutigenden Zeichen zu Gunsten der Holznutzung im Rahmen der Waldgesetz-Debatte im Nationalrat (16.9.2015). Neue Impulse für die Erschließung und Holzernte tun der Stimmung in der Branche gut. Nun gilt es, den Ständerat davon zu überzeugen, die positiven Akzente des Nationalrates ebenfalls zu unterstützen.
Holzindustrie Schweiz

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