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Schweiz: Holzernte witterungsbedingt vielfach unmöglich

Die Lage am Ostschweizer Holzmarkt ist derzeit gekennzeichnet durch stabile Rundholzpreise bis in den Sommer hinein, eine boomende Bauwirtschaft und laufenden Aufträgen für die regional ansässige Holzindustrie. Dem gegenüber steht ein sehr geringer Rundholzeinschlag aufgrund des anhaltend milden Wetters. Seit Mitte Dezember liegen die Temperaturen oft über dem Gefrierpunkt. Ein Großteil der Privatwaldeigentümer hat daher bisher auf die Nutzungen verzichtet, da ansonsten hohe Schäden an Flur und Boden zu erwarten wären.Sollte sich die Wetterlage in den nächsten Tagen noch ändern, ist zu erwarten, dass der Nachfrage noch bedient werden kann. Bleibt aber auch der Februar zu warm, so muss voraussichtlich ein großer Teil der geplanten Nutzungen verschoben werden. Dies hätte dann für die örtlichen Säger mit großer Wahrscheinlichkeit eine längere Rundholzknappheit zur Folge.Bei Buche und weiteren Buntlaubhölzern läuft der Absatz gut. Bereitgestellte Polter können laufend übernommen werden. Gesucht sind vor allem Esche, Eiche und Ahorn in besserer Qualität. Die Buche kann auf preislich tiefem Niveau laufend abgesetzt werden. Je nach Höhenlage sind die Laubholznutzungen voraussichtlich bis Mitte März abgeschlossen.Große Nachfrage herrscht bei den Brenn- und Industrieholzsortimenten. Hier sind sehr hohe Preise erzielbar. Auch bestehen zurzeit kaum Mengenbeschränkungen. Bei bahnverladenen Buchenschwellen in den Längen 4-6 m, Durchmesser 25 cm+ wird zurzeit ein Preis von 70 CHF/Fm bezahlt. Brennholz gemischt, in Kranlänge 4-6 m erlösen einen Preis von 46 CHF/Fm, für reine Buchenlose liegt der Preis bei 51 CHF/Fm ab Waldstraße.

HMI

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