ABO

Schweiz: Weiterhin Fragen zum Sägewerk in Domat/Ems

Die Tiroler Pfeifer Gruppe hat am 9. Februar die Schweizer Medien über die Reaktivierung des Sägewerkes in Domat/Ems informiert. Wie das Regionalportal suedostschweiz.ch berichtet, stellte Unternehmensvertreter Ewald Franzoi von der Pfeifer-Geschäftsleitung in Aussicht, das Sägewerk weiter zu betreiben. Der Rohstoff Holz sei vorhanden, und die Infrastruktur am Standort Domat/Ems gut. Pfeifer wolle das Werk aber auf der Basis einer vernünftigen Größe betreiben; pro Jahr könnten etwa 300000 m³  Rundholz eingeschnitten werden. Ob das Holz nur gesägt wird in Domat/Ems oder auch weiterverarbeitet, ist offen.

Noch nicht abschließend geklärt sind zudem die Verhältnisse zwischen Pfeifer und der Klausner Holz Thürigen AG. Die Klausner Gruppe spielt eine entscheidende Rolle, denn sie hat die Sägereianlagen für 20 Mio. Franken ersteigert, aber immer noch nicht demontiert. Laut Pfeifer laufen Verhandlungen mit der Klausner Gruppe mit dem Ziel, dass gewisse Anlagen, die für den Weiterbetrieb des Werkes gebraucht werden könnten, nicht abgebaut werden. Sollte Pfeifer ein neues Projekt auf die Beine stellen können, will die Gruppe im kommenden Sommer detailliert darüber informieren.

Die ehemalige Sägerei in Domat/Ems war das größte Sägewerk der Schweiz und Mitte Dezember 2010 nach etwa dreieinhalb Jahren Betrieb unter der österreichischen Fa. Mayr-Melnhof in Konkurs gegangen. Der Kanton Graubünden hatte die Ansiedlung des Werks unterstützt und beim Konkurs rund 23 Mio. Franken verloren.
 

suedostschweiz.ch/sda

Auch interessant

von