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Schweiz ergänzt sein Waldgesetz

Schweiz ergänzt sein Waldgesetz

Damit die Schweizer Waldpolitik 2020 umgesetzt werden kann, müssen noch einzelne Lücken in der Waldgesetzgebung geschlossen werden.
Der Bundesrat will den Wald besser vor gefährlichen Schadorganismen schützen und an die veränderten Klimabedingungen anpassen. Er hat deshalb an seiner Sitzung vom 16. April 2013 beschlossen, das Bundesgesetz über den Wald punktuell zu ergänzen und die Vernehmlassung über die entsprechenden Änderungen zu eröffnen.
So soll zur effizienten Bekämpfung und Prävention von biotischen Gefahren – zum Beispiel durch eingeschleppte Schädlinge wie dem Asiatischen Laubholzbockkäfer – die subventionsrechtliche Trennung von Schutzwald und Nicht-Schutzwald in diesem Bereich aufgehoben werden. Bisher unterstützte der Bund nur die Bekämpfung und Prävention im Schutzwald.

Aufgrund des Klimawandels, der die natürlichen Anpassungsprozesse im Wald zu überfordern droht, sind waldbauliche Maßnahmen wie eine angepasste Jungwaldpflege notwendig, um den Wald darin zu unterstützen, seine Funktionen auch unter veränderten Klimabedingungen langfristig erfüllen zu können. Die vorgeschlagenen Ergänzungen im Waldgesetz nehmen diese Anforderungen auf.

Der Schweizer Wald wird seit Jahrzehnten unter seiner Zuwachsleistung genutzt. Eine vermehrte Nutzung des einheimischen Rohstoffs und Energieträgers Holz ist einerseits energie- und klimapolitisch sinnvoll und erwünscht und andererseits zur Sicherstellung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung auch notwendig. Mit einer neuen Bestimmung zur Holzförderung werden daher die Rahmenbedingungen der Holzverwertung verbessert.

Der Bundesrat hat die Änderung des Waldgesetzes am 16. April 2013 in die Vernehmlassung gegeben. Sie dauert bis zum 14. August 2013.
 
Eine Sensibilisierungskampagne will in der Bevölkerung die Akzeptanz für eine verstärkte Holznutzung verbessern.
Bundesrat/fp

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