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Schweiz: Deklarationspflicht für Holz/Holzprodukte überprüft

In der Schweiz ist die Verordnung über die Deklaration von Holz und Holzprodukten seit dem 1. Januar 2012 in Kraft. Sie verlangt, dass Holzart und Holzherkunft bei der Abgabe von Holz und Holzprodukten an den Konsumenten deklariert werden müssen. Rund- sowie Rohholz und bestimmte Holzprodukte aus Massivholz, deren Herkunft und Holzart relativ leicht ermittelt werden können, sind der Deklarationspflicht unterstellt.
Das Eidgenössische Büro für Konsumentenfragen als Kontrollorgan überwacht die Einhaltung der Deklarationspflicht. Es führt Kontrollen aufgrund eines Stichprobenplans sowie bei begründeten Hinweisen durch.
Kontrollen im Jahr 2014
Im Jahr 2014 wurden in der ganzen Schweiz bei rund 90 Unternehmen über 380 Produkte überprüft. Zu diesen Unternehmen gehören unter anderem Möbelhäuser, Möbelfachhändler, Baumärkte, Gartenmöbelanbieter, Schreinereien, Zimmereien und Onlineshops. Die Palette der überprüften Produkte umfasst unter anderem Möbel mit Hauptbestandteilen aus Massivholz, Bauholz, Hobelwaren, Brennholz und Holzkohle.
Bei rund 92 % der Produkte war die Holzart korrekt deklariert, dieser Wert liegt im Bereich der Vorjahre. Bei 41 % der Produkte wurde die Herkunft korrekt deklariert. Dieser Wert liegt klar unter dem Wert des Vorjahres, wo die Herkunft noch bei 71 % der Produkte korrekt deklariert war. Das ist darauf zurückzuführen, dass vermehrte Kontrollen bei Filialbetrieben Probleme bei der Umsetzung aufgedeckt haben, was zu dem vergleichsweise schlechten Resultat geführt hat.
Verbesserungsbedarf besteht unter anderem bei Möbeln mit Hauptbestandteilen aus Massivholz und Hobelwaren, bei denen die Deklaration der Herkunft besonders oft fehlte.
Weitere Kontrollen im Jahr 2015
Das Eidgenössische Büro für Konsumentenfragen wird die Kontrollen im Jahr 2015 im bisherigen Rahmen weiterführen. Es werden weiterhin Nachkontrollen bei den Unternehmen durchgeführt werden, die keine konforme Deklaration auf ihren Produkten angebracht hatten.
Das Eidgenössische Büro für Konsumentenfragen kann die Berichtigung der Deklaration verfügen und Gebühren für die Abgeltung der Kontrollkosten erheben. Bei Fahrlässigkeit oder Vorsatz kann eine Bußgeld ausgesprochen werden.
Eidgenössisches Büro für Konsumentenfragen

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