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Schweiz: Ausreichende Holzversorgung, jedoch hoher Importdruck

Die Holzmarkt Ostschweiz AG informiert unter Bezugnahme auf die Schweizer Holzmarktkommission, die am 28. Juni tagte, über den aktuelle Situation am Holzmarkt.
Die Akteure am Holzmarkt streben mit stabilen Preisen weiterhin eine kontinuierliche Belieferung der Rohholzverarbeiter an. Das tiefe Zinsniveau und die gleichzeitig hohe Wohnungsnachfrage sorgen nach wie vor für ein gutes Auftragsvolumen in der Schweizer Bauwirtschaft. Dies führt bei den einheimischen Sägereien, trotz hohem Importdruck durch immer günstigere Holz-Halbfabrikate, zu befriedigender bis guter Auslastung.

Der Bedarf an Nadelstammholz bewegt sich im Rahmen der Vorjahre. Nachdem Anfangs dieses Jahres noch viele Holz verarbeitende Betriebe von einer Rohholzverknappung während des Sommers ausgingen, konnte die grosse Mehrheit ihre Rohholz-Lagerbestände in den vergangenen Monaten erhöhen und eine ausreichende Versorgung über die Sommermonate sicherstellen.

Für die Schweizer Laubholz-Sägewerke hat sich, trotz der guten Baukonjunktur, die Geschäftsentwicklung seit Jahresbeginn weiter verschlechtert. Die Produktion beschränkte sich in vielen Betrieben auf Buchenschwellen, da höherwertige Sortimente nicht gefragt oder durch Importe ersetzt wurden. Selbst die Produktion von Buchenschwellen gestaltet sich für viele Sägewerke zunehmend unwirtschaftlich.

Die Parteien der Schweizer Holzmarktkommission einigen sich für unveränderte Preis-Empfehlungen. So lauten die Preisempfehlungen für Fichte L1 2b B unverändert seitens der Holzindustrie Schweiz 105 CHF/m³ (etwa 87 €/m³) ab Wald (ohne MwSt.), seitens Waldwirtschaft Schweiz 117 CHF/m³ (etwa 97 €/m³). Die Preis-Empfehlungen werden am 6. September 2012 neu beurteilt.

Holzmarkt Ostschweiz AG/fp

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