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Schweiz: Änderungen zum Bundesgesetz über den Wald

In der am 18.3.2016 zu Ende gegangenen Frühlingssession hat das Schweizer Parlament die Ergänzung des Waldgesetzes verabschiedet. Damit wurden die letzten Differenzen in den Bereichen Arbeitssicherheit (Art. 21a), Holzförderung (Art. 34a und 34b) und Förderung der Walderschließung außerhalb des Schutzwaldes (Art. 38a Abs. 1 Bst. g) bereinigt.
Die wichtigsten Neuerungen sind:
•  Der Bund kann auch außerhalb des Schutzwaldes Maßnahmen zur Verhütung und Behebung von Waldschäden ergreifen und unterstützen. Bisher war dies nur im Schutzwald möglich.
•  Der Bund und die Kantone können Maßnahmen ergreifen, welche den Wald unterstützen, seine Funktionen auch unter veränderten Klimabedingungen nachhaltig erfüllen zu können.
•  Es wird eine bessere Grundlage geschaffen, um den Absatz, die Verwertung sowie die Beschaffung von nachhaltig produziertem Holz zu fördern.
•  Der Bund kann Anpassung oder die Wiederinstandstellung von Erschließungsanlagen auch außerhalb des Schutzwaldes fördern.
•  Zur Verbesserung der Arbeitssicherheit der Waldarbeiter wird die Pflicht eingeführt, dass im Auftrag ausgeführte Holzerntearbeiten im Wald nur von Personen ausgeführt werden dürfen, welche mindestens einen vom Bund anerkannten Kurs zur Sensibilisierung über die Gefahren von forstlichen Arbeiten besucht haben.
Der Bundesrat wird nun über das Inkrafttreten des Gesetzes entscheiden und die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen in der Waldverordnung beschließen. Vorgesehen ist, dass das ergänzte Waldgesetz im Herbst 2016 in Kraft tritt.
BAFU

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