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Schweden erhöht auf 64 t

Schweden erhöht auf 64 t

In Schweden wird das zulässige Gesamtgewicht für Lkw normaler Länge (das sind dort 25,25 m) ab 1. Juni von 60 auf 64 t angehoben.Die dortige Transportbehörde (Transportstyrelsen) hat bisher jedoch noch keine Aussagen getroffen, inwiefern die Fahrzeuge für die erhöhte Zuladung modifiziert bzw. geprüft werden müssen. In der Branche geht man davon aus, dass man die zulässige Gesamtmasse der dreiachsigen Zugfahrzeuge bei 26 t belassen wird, jedoch die Obergrenze bei den vierachsigen Anhängern mit einem Radstand von mindestens 7,20 m von 32 t auf 34 t anheben wird. Außerdem wird erwartet, dass die Lastzüge eine zusätzliche Bremsenprüfung absolvieren müssen.Die erhöhte Lastgrenze wirkt sich nur auf die Straßen der Lastklasse BK 1 aus, zu der allerdings rund 90% des schwedischen Straßennetzes gehören.Die umstrittene Streckenmaut für den Schwerverkehr wurde parallel für die aktuelle Wahlperiode auf Eis gelegt.Der Verband der Holz- und Papierindustrie (Skogsindustrierna) – begrüßte den Regierungsbeschluss. Sein Ziel ist aber weiterhin eine Regelung wie in Finnland mit 74 t und neun Achsen.Daneben erteilte die Regierung dem schwedischen Zentralamt für Verkehrswesen (Trafikverket) den Auftrag zu prüfen, wie Länge und Gewicht von Güterzügen auf der Schiene ebenfalls angehoben werden können, um Kosten und Schadstoffausstoß zu senken. Ergebnisse dazu werden bis Ende August erwartet.

Heinrich Höllerl

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