ABO
Schwarzwildsstrecke in Bayern um ein Drittel gesunken

Schwarzwildsstrecke in Bayern um ein Drittel gesunken

Im vergangenen Jagdjahr haben Bayerns Jäger rund 42 400 Wildschweine erlegt. Das hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in München mitgeteilt. Nach der Rekordstrecke von 62 000 im Vorjahr sind die Abschusszahlen damit um ein Drittel gesunken. Als wesentlichen Grund für den Rückgang nannte der Minister das üppige Nahrungsangebot an Eicheln und Bucheckern im vergangenen Herbst. „Wegen des reich gedeckten Tischs im Wald haben die Tiere auf Anlockversuche mit Futter vor den Hochsitzen kaum reagiert“, so Brunner. Der hohe Zeitaufwand der Jäger in die Wildschweinjagd habe damit vielfach nicht zum Erfolg geführt. Umso wichtiger ist es nach Ansicht des Ministers, noch stärker auf großflächige und revierübergreifende Bewegungsjagden mit Jagdhunden und Treibern zu setzen – eine Jagdmethode, die auch Wildbiologen und Praktiker als effektiv und wildtiergerecht empfehlen.
Seit Anfang der neunziger Jahre haben sich die Wildschweine in Bayern massiv vermehrt. Wie eine Auswertung der amtlichen Streckenlisten zeigt, haben die Schwarzkittel bis auf wenige Landkreise mittlerweile fast ganz Bayern erobert. Brunner zufolge gibt es keinen Anlass zur Entwarnung: „Eine weitere Reduzierung der Schwarzwildbestände ist dringend notwendig, um die zunehmenden Schäden in der Landwirtschaft in den Griff zu bekommen und die Gefahr von Wildunfällen und Schweinepest zu verringern.“ Der Minister appellierte an die Jäger, in ihren Bemühungen nicht nachzulassen und die Schwarzkittel auch in Zukunft intensiv zu bejagen.
StMELF

Auch interessant

von