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Schwarzpappel-Pflanzung am Neckar

Am 17. Dezember 2013 wurden am Wasserkraftwerk Mühlhausen an der Enz weitere 35 Jungbäume der seltenen Neckar-Schwarzpappel eingesetzt. Die größte Pflanzmaßnahme von ca. 150 Schwarzpappeln ist für den Herbst 2014 in Lauffen am Neckar geplant. Eine erste Pflanzung fand vor wenigen Tagen am 19. November am Kraftwerksstandort Obrigheim statt.Im Sommer 1996 wurden am Neckar bei Nürtingen sieben echte Schwarzpappeln (Populus nigra) gefunden. Das war schon eine kleine Sensation, denn damit wurde nachgewiesen, dass auch am Neckar noch Restbestände dieser bis dato dort als ausgestorben geltenden Baumart zu finden sind. In den folgenden Jahren wurden weitere Altbäume entdeckt. Dieser Bestand von ca. 100 Exemplaren ist jedoch völlig überaltert. Durch Zusammenbrechen der Bäume und Fällungen gingen in jüngster Zeit bereits viele verloren. Der ehrenamtliche Arbeitskreis zur Erhaltung der Neckarschwarzpappel und die Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg wollen die heimische Pappelart vor dem Aussterben retten. Inge Maass vom Ak betont die Dringlichkeit der Aufforstungsmaßnahme: „Wenn die Art erhalten bleiben soll, müssen wir jetzt handeln. Der Arbeitskreis hat den Altbaumbestand an Neckar-Schwarzpappeln kartographisch erfasst, die Pflanzen genetisch analysieren lassen und von jedem Genotyp Steckhölzer für die Nachzucht gewonnen. Das angelegte Genkataster wird weitergehenden Forschungen als Grundlage dienen.“ Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG stellt für die Pflanz-Aktion Kraftwerksflächen an Neckar und Enz zur Verfügung.

Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg

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