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Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zur Klimakonferenz Paris

Als Ziel der Weltklimakonferenz in Paris wurde nun festgesetzt, sich auf Einsparungen bei den Treibhausgasen zu einigen, so dass die Erderwärmung auf 2 °C begrenzt werden kann. Wobei erwähnt werden muss, dass diese Grenze für Länder wie Bangladesch oder die Malediven zu hoch ist. Sie werden von der Landkarte verschwinden. Positiv ist, dass heute Länder wie China und die USA nicht mehr behaupten, dass es keinen Klimawandel gibt. Negativ ist, dass Paris ein Gipfel der Unverbindlichkeit werden wird. Man baut auf die Freiwilligkeit der 195 Länder.
„Damit erreichen wir nicht unser Ziel, den Klimawandel einzudämmen“, erläutert der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Dr. Wolfgang von Geldern.
Nach Einschätzung der SDW müssen folgende Forderungen erfüllt werden, um die Folgen des laufenden Klimawandels abzumildern:
1. Deutschland hat die erneuerbaren Energien bezahlbar gemacht. Die SDW erwartet von Deutschland weiterhin die Vorreiterrolle, damit der steigende Energiebedarf mit erneuerbaren Energien gestillt werden kann. Holz als regenerative Energiequelle kann dazu beitragen.
2. Die SDW begrüßt den geplanten fairen Lastenausgleich zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Mit dem 100-Milliarden-Dollar-pro-Jahr-Fonds soll der Umstieg auf erneuerbare Energien in Entwicklungsländern mitfinanziert werden.
3. Die SDW begrüßt die Einführung einer weltweiten Kohlendioxid-Steuer. Damit sollen alte und energiefressende Technologien an Attraktivität verlieren.
4. Die Wälder sind eine wichtige Senke für den Kohlendioxidgehalt der Luft. Die immer noch hohe Zerstörung der wertvollen Tropenwälder muss endlich gestoppt werden.
5. In Paris müssen auch Verfahrensfragen geklärt werden: Wer kann die Veränderungen beurteilen? Wie kann man Einsparungen messen? Und es muss Sanktionen geben. Kanada konnte sich zwischenzeitlich aus dem Kyoto-Prozess verabschieden ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.
6. Das Klima ist eine Aufgabe auch für jeden Einzelnen. Jeder Bürger hat noch Spielraum an seinem eigenen ökologischen Fußabdruck zu arbeiten. Das fängt bei Geländewagen im Stadtverkehr an und hört bei Stand-Bys der elektronischen Geräte auf.
SDW

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