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Schutzgemeinschaft Deutscher Wald NRW zum Waldzustandsbericht

Die Vorsitzende des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Marie-Luise Fasse, fasst Ergebnisse aus dem Waldzustandsbericht 2018 zusammen:

Viele Eichen konnten noch lange mit ihren tief reichenden Wurzeln das Wasser im Boden erreichen, bis auch sie gegen die anhaltende Trockenheit nicht mehr ankamen. Der Raupenfraß und das ungewöhnlich hohe Aufkommen von Eicheln kamen verschärfend hinzu. So ist die Eiche erneut die Baumart mit den höchsten Verlichtungsprozenten in NRW.

Die Buchen haben unter der langen Dürrezeit besonders stark gelitten. Sie haben diesmal besonders früh ihre Blätter abgeworfen. Viele Kulturen sind vertrocknet.

Die Fichten haben im Jahr 2018 die schlechtesten Benadelungswerte seit Beginn der Zeitreihe. Sie haben mit ihrem meist flachen Wurzelsystem früh und wesentlich unter dem Wassermangel gelitten. Sie waren in diesem Jahr so stark geschwächt, dass sie sich gegen die große Masse attackierender Borkenkäfer nicht mehr ausreichend schützen konnten.

Die Kiefern kommen in der Regel mit Wassermangel etwas besser klar als andere heimische Baumarten. Verbunden mit einer starken Zapfenbildung sind trotzdem hohe Verlichtungswerte zu verzeichnen.

Erforderlich ist ein langfristiges, ganzheitliches Konzept

Die SDW-Landesvorsitzende Marie-Luise Fasse: „Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2018 unterstreichen einmal mehr die Tatsache, dass vielerorts die Struktur und Baumartenzusammensetzung unserer Wälder dem Klimawandel nicht standhalten. Ein langfristiges, ganzheitliches Konzept zur Schaffung stabiler und widerstandsfähiger Wälder ist unabdingbar.“

Daher begrüße es die SDW sehr, dass das neue Waldbaukonzept unter Beteiligung der Verbände inzwischen abgestimmt sei und am 7.12.2018 in Düsseldorf im Rahmen einer Fachveranstaltung vorgestellt wird.

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

Red./SDW NRW

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