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Schutzabkommen für Kanadas Küstenregenwald

Schutzabkommen für Kanadas Küstenregenwald

Nach jahrelangen Verhandlungen konnte ein einzigartiges Schutzabkommen geschlossen werden. Die Verhandlungen und Proteste, die in den neunziger Jahren unter anderem von Deutschland ausgingen, machten den Vertrag schließlich möglich. Auch deutsche Zeitschriftenverleger schlossen sich damals an und drohten, Verträge mit kanadischen Lieferanten zu kündigen. „Das ist ein riesiger Erfolg für den Great-Bear-Regenwald und für den internationalen Waldschutz. Unser langer Atem in Verhandlungen und bei weltweiten Protesten gegen die Zerstörung dieser einzigartigen Waldlandschaft hat sich gelohnt“, freut sich Sandra Hieke, Waldexpertin von Greenpeace. Bereits 2006 und 2009 konnte durch die weltweiten Proteste erste Schutzmaßnahmen erwirkt werden.Die Regierung von British Columbia gab gemeinsam mit Vertretern von mehr als 20 indigenen Gemeinschaften, Forstunternehmen und den Umweltorganisationen ForestEthics, Sierra Club British Columbia und Greenpeace am 1. Februar den weitgreifenden Schutzplan bekannt: Auf mehr als drei Millionen Hektar bewaldeter Landfläche wird zukünftig kein industrieller Holzeinschlag mehr stattfinden. Weitere 550.000 Hektar des Great-Bear-Regenwaldes unterliegen strengsten rechtlichen Auflagen für kommerziellen Holzeinschlag. Die indigenen Gemeinschaften erhalten mehr Mitbestimmungsrechte in ihren Gebieten.Der einst stark von Abholzung bedrohte Great-Bear-Regenwald ist einer der größten noch verbliebenen gemäßigten Küstenregenwälder der Welt. Die Waldtäler an der kanadischen Westküste mit bis zu tausend Jahre alten Bäumen sind Heimat indigener Gemeinschaften und Lebensraum seltener Tierarten wie dem sogenannten Geister- oder Kermode-Bär. Dieser ist eine Unterart des nordamerikanischen Schwarzbären. Er hat weißes Fell, ist weltweit einzigartig und kommt nur in dieser Region vor.

Greenpeace

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