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Schutz und Nutzen des Waldes vereinbaren

Schutz und Nutzen des Waldes vereinbaren

Bei der Jahresversammlung des Bundes Deutscher Forstleute Rheinland-Pfalz am Donnerstag in Stromberg hat Forststaatssekretär Thomas Griese die wachsenden Anforderungen der Gesellschaft an den Wald hervor gehoben. „Für Landesforsten besteht die Herausforderung darin, die gestiegenen Nutzungsansprüche mit dem Schutz des Waldes zu vereinbaren“, so Griese. Der Staatssekretär bekannte sich ausdrücklich zur Holznutzung in den rheinland-pfälzischen Wäldern, die zu drei Vierteln in kommunaler und privater Hand liegen: „Holz ist der Nachhaltigkeitsrohstoff der Zukunft. Deshalb wird Landesforsten die Waldbesitzenden weiterhin partnerschaftlich bei der Holzmobilisierung unterstützen und die Landesregierung wird die Clusterinitiative Forst und Holz voran treiben.“
Gleichzeitig engagiere sich die Landesregierung im Sinne der Biodiversitätsstrategie des Bundes für den Schutz des Waldes, der Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten biete. Wichtige Beiträge dazu seien die Natura-2000-Gebiete, der geplante Nationalpark, die FSC-Zertifizierung des Staatswalds sowie das Biotopbaumkonzept zum Erhalt alter Baumriesen. Als Beispiel erfolgreicher multifunktionaler Forstwirtschaft in Rheinland-Pfalz nannte Griese den Waldumbau der vergangenen 20 Jahre: „Der Laubwaldanteil hat in dieser Zeit um 10 Prozent auf 56 Prozent zugenommen, damit sind wir unter den Flächenländern bundesweit Spitze.“ Gleichzeitig seien die wirtschaftliche Bedeutung des Forstsektors im Land gesteigert und strukturschwache ländliche Räume gestärkt worden der Forst- und Holzsektor umfasse inzwischen nahezu 50.000 Arbeitsplätze.
Und auch die Erholungsfunktion der Wälder gewinne immer mehr an Bedeutung. Die größte Herausforderung der Forstwirtschaft ist aus Sicht des Staatssekretärs die Anpassung des Waldes an den Klimawandel: „Da sie von den Klimaveränderungen unmittelbar bedroht ist, muss die Forstwirtschaft ein besonderes Interesse am Klimaschutz haben. Dazu beitragen kann sie durch den Erhalt der Wälder, die CO2-Speicher sind, durch nachhaltige Holzproduktion sowie durch Engagement für die Energiewende, etwa mit der Bereitstellung von Windkraftstandorten.“
 
MULEWF

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