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Motorsägenhose mit Schnittschutzklasse III

Schnittschutzklasse III
Die Schnittschutzhose Copa in Schutzklasse 3 Foto: Solidur

Die rasanten Weiterentwicklungen von Motorsägen und Schneidgarnituren haben in jüngster Zeit die Diskussion um die Sicherheitsstandards von Schnittschutzkleidung wieder beflügelt. Zur Fachmesse für Arbeitssicherheit A+A in Düsseldorf 2019 präsentierte der französische Hersteller Solidur deswegen erstmalig seine Hosen mit der Schutzklasse 3. Während die üblichen Hosen der Klasse 1 einem Normschnitt mit einer Kettengeschwindigkeit von 20 m/s widerstehen müssen, sind es in dieser Kategorie 28 m/s.

Das KWF hatte die Hose bereits im Sommer 2018 in der Prüfung und bestätigte die grundsätzliche Wirksamkeit des Schnittschutzes. Allerdings bemängelt der Prüfbericht ein hohes Gewicht und eine schlechte Atmungsaktiviät der Hose, was auch durch die neun Lagen an Schnittschutzmaterial bedingt ist: „Die geringen Belüftungsöffnungen der Hose können keine ausreichende Ventilation oder Atmungsaktivität für die voluminöse Schutzeinlage erzeugen. Bei Witterung knapp oberhalb des Gefrierpunkts ist die Hose kaum tragbar. Bei Nässe, wenn die Hose Wasser aufnimmt und schwerer wird, ist das Tragen extrem belastend, selbst bei einfachen Bewegungen.“ Die Prüfer kommen zu dem Schluss, dass die Hose nur für Personen mit sehr hohem Sicherheitsbedürfnis und nur für kurze Einsatzzeiten empfehlenswert ist. Für den dauerhaften Profi-Einsatz sei sie dagegen nicht tragbar.

Der Hersteller will die Hosen in der neuen Generation deutlich weiterentwickelt haben. Durch leichte Materialien sei das Gewicht auf rund 1 300 g gedrückt worden.

Red.

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