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Schneebruch: Die Situation im sächsischen Wald

Schneebruch: Die Situation im sächsischen Wald

Die starken Schneefälle haben in den sächsischen Wäldern punktuell Schneebrüche verursacht. In den Wäldern sind einzelne Waldwege durch starke Schneeverwehungen oder heruntergebrochene Baumkronen nicht begehbar, so der Staatsbetrieb Sachsenforst in einer Pressemeldung am 16. Dezember. Es handele sich um lockere Pulverschneeauflagen auf den Bäumen. Es bestehe damit keine massive Schneebruchgefahr. Es sind bisher keine Wälder im Eigentum des Freistaates Sachsen gesperrt worden. Waldbesucher und Autofahrer müssen trotzdem in den Waldgebieten mit einzelnen umfallenden Bäumen oder abbrechenden Baumkronen und Ästen rechnen.
Im Erzgebirge sind deshalb einzelne Straßen gesperrt. Die Witterungssituation in den nächsten Tagen ist maßgeblich dafür, inwieweit durch erneute Schneeauflagen bzw. mehrfaches Tauen und Gefrieren die Schnee- bzw. Eislast deutlich anwächst und eine stärkere Bruchgefährdung verursacht. Die Mitarbeiter des Staatsbetriebes Sachsenforst beobachten die Situation im sächsischen Staatswald und sind auf eine eventuell entstehende Bruchsituation im Wald eingestellt. Private und körperschaftliche Waldbesitzer werden aufgerufen, die Situation in deren Wäldern ebenso zu beobachten.
Im Winter 2009/2010 wurden im Nordwesten Sachsens im Forstbezirk Taura hauptsächlich Kiefernbestände durch Schnee- und Eisbruch in einer Größenordnung von 63.000 Kubikmetern Holz geschädigt. Größere Schnee- und Eisbruchschäden entstanden mit 215.000 Kubikmeter Holz im Winter 2005/2006 in den oberen Lagen des Westerzgebirges und Vogtlandes in den Höhenlagen ab 850 m ü. NN.
SMUL

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