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Schleswig Holstein: Die Jagd auf den Wolf geht weiter

Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht teilte in Kiel mit, die am 28. Februar auslaufende Abschussgenehmigung für einen Wolf aus dem Kreis Pinneberg zu verlängern. Das geht aus einer Pressemitteilung des Ministeriums hervor.

Sollte der Abschuss nicht gelingen, müssten die Bemühungen weiter verstärkt werden. Derzeit ist eine nicht näher bestimmte Gruppe „ausgewiesener Fachleute“ mit der Jagd auf den Wolf betraut. Das Ministerium unterstützt die Aktion mit notwendiger Technologie, wie etwa Wildkameras. Ein Sprecher des Ministeriums sagte gegenüber der Redaktion: „Wenn die Spezialisten in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen können, erwarten wir einen baldigen Erfolg“. Gelingt der Abschuss nicht, sei es weiterhin denkbar, dass auch örtliche Jagdausübungsberechtigte mit der Erlegung beauftragt werden. „Wenn wir sehen, ohne mehr man-power geht es nicht, liegt diese Option auf jeden Fall auf dem Tisch“, so der Sprecher. Das Gebiet in dem der Wolf erlegt werden darf, umfasst alle seine Rissvorfälle und deckt das gesamte Streifgebiet ab.

In Schleswig-Holstein treten zudem ab dem 15. März sogenannte Wolfspräventionsgebiete in Kraft. Das Umweltministerium des Landes fördert hier geeignete Präventionsmaßnahmen wie Zäune und Herdenschutzhunde zu 100 Prozent. Es werden aber auch nur bei Nachweis von ausreichenden Schutzmaßnahmen Ausgleichszahlungen für gerissene Tiere geleistet. Vorerst werden nur Anträge von schafhaltenden Betrieben mit 500 und mehr Muttertieren bewilligt.

In Niedersachsen läuft zum selben Zeitpunkt eine gleichgelagerte Abschussgenehmigung aus. Eine Entscheidung zur Verlängerung steht nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums noch aus.

CL

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