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Schleswig-Holstein: Bundeswaldinventur ist Motivation für Waldbesitzer

Die dritte Bundeswaldinventur belegt die Leistungen der Waldbesitzer und der deutschen Forstwirtschaft. Wie der Schleswig-Holsteinische Waldbesitzerverband weiter hervorhebt, sind Vorwürfe der Naturschutzverbände, die einen „schrumpfenden“, „übernutzten“ und „ökologisch kranken“ Wald propagieren, falsch.

Die dritte Bundeswaldinventur beweise, dass die deutsche Waldfläche wächst, die Laubholz- und Altbestände, die Anteile von Totholz und Biotopbäumen weiter zunehmen. Über ein Drittel der Waldfläche ist naturnah.
 
Nachhaltige Bewirtschaftung bewahrt den Wald

Die Bundeswaldinventur belegt eindrucksvoll die Leistungen der Waldbesitzer und deren verantwortungsvollen Umfang mit dem Wald. 48 % der Gesamtwaldfläche sind Privatwald. Der Wald stellt die Lebensgrundlage vieler Familien dar. Rund die Hälfte des Privatwaldes entfällt auf Betriebe mit weniger als 20 ha Fläche. Die nachhaltige Bewirtschaftung der Waldbesitzer bewahrt den Wald. Die Forstwirtschaft verjüngt, pflegt und bewirtschaftet den Wald und stellt seine vielfältigen Funktionen für die Gesellschaft nachhaltig bereit.
Der Lebensraum Wald bietet die größte biologische Vielfalt. Die Waldbesitzer schaffen standortgerechte strukturreiche Mischwälder. Mittlerweile prägen Mischwälder mit 76 % Flächenanteil den deutschen Wald. Daneben bietet der Wald Raum für Erholung und Naturerleben.
Als Lieferant des nachwachsenden Rohstoffes Holz liefert der Wald nicht nur einen Beitrag zur Energiewende, zudem bindet er Kohlendioxid und ist damit eine natürliche Kohlenstoffsenke. Der deutsche Wald entlastet die Atmosphäre jährlich um insgesamt etwa 52 Mio t Kohlendioxid. Gleichzeitig bringt der Klimawandel neue Herausforderungen und Risiken für den Wald. Die Forstwirtschaft muss die zukünftigen Veränderungen der Wuchsbedingungen berücksichtigen. Als wichtigen Ansatz zur Stabilisierung und Vitalisierung der Bestände und zur Erhaltung der Waldfunktionen benennt die Bundeswaldinventur die Baumartenmischung. Die Inventur benennt als mögliche waldbauliche Alternative ausdrücklich auch den Anbau eingeführter Baumarten.
Der Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Waldbesitzerverbandes,
Hans-Caspar Graf zu Rantzau, wertet die Ergebnisse der aktuellen Bundeswaldinventur gleichermaßen als Bestätigung und als Motivation für die Waldbesitzer und deren Bewirtschaftung:
„Die Bundeswaldinventur belegt eindrucksvoll die Leistungen der Waldbesitzer, die mit ihren Familien den Wald schon seit Generationen verantwortungsvoll bewirtschaften. Zugleich sind wir gefordert, den Wald auch für die kommenden Generationen zukunftsgerecht zu gestalten. Dabei behalten wir alle gesetzlichen Waldfunktionen, nämlich Nutzung, Naturschutz und auch Klimaschutz im Auge. Durch die verantwortungsvolle Nutzung nehmen Naturnähe Biodiversität und Holzvorräte immer weiter zu. Der Wald liefert den vielfältigsten Rohstoff, nämlich Holz, ist Trinkwasserreservat und steht den Menschen zur Erholung offen. Dies soll so bleiben. Die Forstwirtschaft hat dafür gesorgt, dass unsere Wälder eine beispielhafte Stabilität, einen Artenreichtum und Holzvorrat aufweisen, wie noch nie zuvor. Wer vor diesem Hintergrund von Raubbau an den deutschen Wäldern spricht, verbreitet ideologisch motivierte Märchen. Die Bundeswaldinventur belegt objektiv, dass unsere Waldbewirtschaftung angewandter Naturschutz ist. Der Schutz der Ressource Wald wird gerade durch die verantwortungsvolle Nutzung möglich.“
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
Schleswig-Holsteinischer Waldbesitzerverband

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