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Der Transporthubschrauber Sikorsky CH-53, v. l.: Kommandeur Oberstleutnant Knut Brantin, Georg Schirmbeck, stellv. Kommandeur Oberstleutnant Michael Hackert

DFWR lobt Bundeswehreinsatz bei Waldbränden

Am 3. September besuchte der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats e. V. (DFWR) Georg Schirmbeck die Lufttransportgruppe am Bundeswehrstandort Holzdorf. Bei der Waldbrandbekämpfung mit Hubschraubereinsatz warf die Gruppe in diesem Jahr bereits 1,2 Mio. l Wasser über Bränden ab.

DFWR-Präsident Georg Schirmbeck: „Wir benötigen eine europäische Task Force zur Waldbrandbekämpfung. Dass ein Waldbrand so akut Wohnhäuser in Deutschland bedroht, bleibt hoffentlich eine Ausnahme. Sie haben unter Einsatz Ihres Lebens und Ihrer körperlichen Unversehrtheit das Feuer gelöscht. Ihnen gebührt größter Respekt“, lobte Schirmbeck die Piloten der Löschhubschrauber.

Oberstleutnant Knut Brantin, Kommandeur der Lufttransportgruppe des Hubschraubergeschwaders 64, führte Schirmbeck über den Fliegerhorst Holzdorf. „Momentan ist die Waldbrandbekämpfung durch die Bundeswehr sichergestellt. Dieses Jahr haben wir zum Schutz der Bevölkerung bereits 1,2 Mio. l Wasser über Bränden abgeworfen“, sagte Brantin. „Wir tun somit alles Mögliche, um die Brandbekämpfung in den besonders gefährdeten Gebieten von Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen, aber auch in einem bundesweiten Einsatz zu unterstützen. Hierbei gehen wir bis an unsere Leistungsgrenzen, teilweise sogar darüber hinaus.“

Oberstleutnant Michael Hackert, stellvertretender Kommandeur der Lufttransportgruppe, war beim Einsatz über Treuenbrietzen dabei und ergänzte: „Angesichts der höchsten Waldbrandstufe fünf sind wir derzeit sogar in Dauerbereitschaft. Das bedeutet wir sind jederzeit, sieben Tage die Woche, innerhalb von vier Stunden mit unseren Hubschraubern in der Luft“.

Waldbrände werden durch den Klimawandel immer wahrscheinlicher, weshalb Schirmbeck ein Umdenken forderte. „Wenn wir als Gesellschaft nicht in bessere Waldbrandbekämpfung investieren, setzen wir bei zukünftigen Ereignissen das Leben der Retter und der Anwohner aufs Spiel. Wir müssen dringend unsere Kapazitäten erhöhen“, appellierte Schirmbeck. „Der Deutsche Forstwirtschaftsrat begrüße es sehr, wenn die Bundeswehr bei der Beschaffung neuer Technik auch die Waldbrandbekämpfung im Auge behält“, so Schirmbeck weiter.

DFWR-Präsident plädierte für Europäische Task Force

In diesem Zusammenhang plädierte Schirmbeck für mehr Zusammenarbeit mit den europäischen sowie russischen Partnern. „Eine europäische Task Force unter Einbezug Russlands zur Waldbrandbekämpfung würde es erlauben, die vorhandenen Mittel und das Fachpersonal zu konzentrieren. Großbrände im Wald, wie jüngst in Griechenland oder 2017 in Portugal, könnten damit rascher und effizienter bekämpft werden. Und wer ohne Russland und deren riesige Waldflächen Klimapolitik betreiben will, der irrt“, betonte Schirmbeck.

DFWR
V. l.: Georg Schirmbeck, stellv. Kommandeur Oberstleutnant Michael Hackert, Kommandeur Oberstleutnant Knut Brantin. Hackert erklärt die Besonderheiten des Hubschraubers. Die Löschwasserbehälter der Bundeswehr fassen fast 5.000 Liter. V. l.: Kommandeur Oberstleutnant Knut Brantin, Georg Schirmbeck, stellv. Kommandeur Oberstleutnant Michael Hackert

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