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Schadholzmengen nach Sturm „Niklas“ in Sachsen

Das Orkantief „Niklas“, welches am 31. März 2015 auch über den Freistaat Sachsen hinweg zog, hat im Wald vergleichsweise geringe Schäden verursacht. Nach ersten Schätzungen des Staatsbetriebes Sachsenforst sind infolge des Sturmes etwa 100.000 bis 150.000 m³ Schadholz in den Wäldern des Freistaates Sachsen angefallen. Diese Größe entspricht etwa 5 % bis 10 % des jährlichen Holzeinschlags und bewegt sich im Rahmen der jährlich anfallenden Schadholzmengen. Die durch das Orkantief geworfenen oder gebrochenen Bäume sind einzeln oder in Nestern über die gesamte Waldfläche verteilt.
Erhöhte Vorsicht beim Betreten des Waldes!
Unbeschadet der relativ geringen Schäden besteht für Waldbesucher punktuell ein erhöhtes Risiko. Nicht aufgearbeitetes Schadholz kann aber eine enorme Gefahrenquelle darstellen. Dies betrifft vor allem umgeworfene oder halb umgeworfene Bäume, die nicht fixiert sind und umstürzen können. Vor diesem Hintergrund bittet der Staatsbetrieb Sachsenforst alle Waldbesucher um erhöhte Vorsicht beim Betreten des Waldes.
Insbesondere die Bereiche unter halb umgeworfenen, erkennbar schräg stehenden Bäumen sind zwingend zu meiden. Umgeworfene Bäume stehen häufig unter enormer Spannung und können jederzeit wegrutschen. Sie sollten daher ebenfalls weiträumig gemieden werden. Hier besteht Lebensgefahr!
Die Mitarbeiter des Staatsbetriebes Sachsenforst sind seit dem 1. April im Einsatz, um Waldwege zu kontrollieren und zu beräumen. Es ist davon auszugehen, dass die Aufräumarbeiten auf den wichtigsten Waldwegen bis zum Osterwochenende abgeschlossen sind. Für die Waldbesucher sollte ein „Osterspaziergang“ daher möglich sein, wenn auch unter besonderer Wachsamkeit.
Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite www.sachsenforst.de.
Sachsenforst

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